Print 
[1] (1796)
Place and Date of Creation
Page
40
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

a.) Ohne eine Einwirkung auf ihn kann ich nichtwissen, oder ihm nachweisen, dafs er nur überhaupt 'eine Vorstellung von mir, von meiner blofsen Exi-stenz habe. Geseztauch, ich erscheine als Objekt derSinnenwelt, und liege in der Sphäre der für ihn mög- jliehen Erfahrungen, so bleibt doch immer die Frage: j

ob er auf mich rellektirt habe; und diese kann er ledi-glich sich selbst beantworten.

h.) Ohne Handeln auf ihn, nach dem Begriffevon ihm, als vernünftigen Wesen, kann ich ihm nichtnachweisen, dafs er mich nothwendig für ein' vernünf-tiges Wesen hätte ansehen müssen, so gewifs er selbstVernunft hat. Denn jede Aeusserung der Kraft kannvon einer nach mechanischen Gesetzen wirkenden Na-tur - Macht herkommen; nur die Mässigung der Kraftdurch Begriffe ist untrügliches und ausschliessendes fKriterium der Vernunft und der Freiheit. 1

II.) Aher ich mufs edlen vernünftigen Thesen aus-ser mir, in allen möglichen Fällen anmuthen, mich fürein vernünftiges Wesen anzuerkennen.

Die Nothwendigkeit dieser allgemeinen unddurchgängigen Anmuthung mufs rlargethan werden,als Bedingung der Möglichkeit des Selbstbewufstseyns.Aber es ist kein Selbstbewufstseyn, ohne Bewufstseynder Individualität, wie erwiesen worden. Es wärejezt nur noch zu erweisen ; dafs kein Bewufstseyn derIndividualität möglich sey ohne jene Anmuthung, dafsdie leztere nothwendig aus der erstem folge; so wäreerwiesen, was erwiesen werden soll.

A.

l.) Ich setze mich im Gegensätze von C. als In-

divi-