ist sonach gar nicht Begriff eines Einzelnen, denn einsolcher ist undenkbar, sondern der einer Gattung.
Die Aufforderung zur freien- SeTbstthätigkeit istdas, was man Erziehung nennt. Alle Individuen müs-sen zu Menschen ejzogen werden , ausserdem würdensie nicht Alensehen. Es dringt sich hierbei jedem die
Frage auf : wenn es nothwendig seyn sollte, einen Ur-*sprung des ganzen Menschengeschlechts, und also einerstes Menschenpaar anzunehmen, — und e§ ist diesauf einem gewissen Reflexionsp'unkte allerdings noth-wendig ; — wer erzog denn das erste Menschenpaar ?Erzogen mufsten sie werden; denn der geführte Be-weis ist allgemein. Ein Mensch konnte sie nicht er-ziehen, da sie die ersten Menschen seyn sollten. Al-so ist es nothwendig , dafs sie ein anderes vernünfti-ges Wesen erzogen, das kein Alensch war — es ver-: steht sich, bestimmt nur so weit, bis sie sich selbstunter einander erziehen konnten. Ein Geist nahm sichihrer an, ganz so, wie es,eine alte ehrwürdige Urkun-de vorstellt, welche überhaupt die tiefsinnigste erha-benste Weifsheit enthält, und Resultate aufstellt, zudenen alle Philosophie am. Ende doch wieder zurückmufs.
2.) Nur freie Wechselwirkung durch Begriffe,und nach Begriffen, nur Geben und Empfangen vonErkenntnissen, ist der eigentliümliche Charakter dferMenschheit, durch welchen allein jede Person sichals Menschen unwidersprechlich erhärtet.
Ist ein Mensch, so ist nothwendig auch eineWelt, und bestimmt, solch’ eine Welt, wie die unsri-