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Auswahl wichtiger Aktenstuecke zur Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts
Entstehung
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W78. Friede von Berlin.

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einem Punkte, der einen Kilometer abwärts von der Mündung der Tschepclica gelegen ist, und verbindet von dort in kürzester Linie die Höhen, welchelinks der Trebinjtschica hinlaufen. Sie geht dann in der Richtung auf Pila-towa zu, welches Dorf bei Montenegro verbleibt, und geht dann in nördlicherRichtung, sich so viel als möglich in der Entfernung von 6 Kilometern vonder Straße Bilek-Korito-Gacko haltend, bis zu dem zwischen der Somina-Pla-nina und dem Berge Kurilo belegenen Bergrücken, von wo sie in östlicherRichtung bei Vratkowitsch vorbei, welches Dorf bei Montenegro bleibt, bis zumBerge Orlina geht. Von diesem Punkte aus zieht sich die Grenze, Ravpo beiMontenegro lassend, nordöstlich in gerader Linie über die Gipfel des Lebersnitund Volujak, steigt dann in kürzester Linie zur Piwa hinab, welche sie durch-schneidet, und trifft dann Tara, zwischen Orokoica und Nedwina durchgehend.Von diesem Punkte geht sie in die Tara aufwärts nach Mojkovatsch, von wosie dem Kamm der 'Vorberge bis Siskojezero folgt. Äon diesem Orte ansläuft sie die alte Grenze entlang bis zu dem Dorfe Sekulare. Von dort nimmtdie neue Grenze ihre Richtung über die Kämme der Mokra Planina, dasDorf Mokra Montenegro belassend, und trifft dann den Punkt 2166 deröstreichischen Generalstabskarte, indem sie der Hauptkette und der Wasserschoide-linie zwischen dem Lim einerseits und dem Drin und der Cievna (Zem!andererseits folgt. Sie läuft dann mit den jetzigen Grenzen zwischen demStamm der Kutschki-Drekalovitschi einerseits und der Kutschka-Krajga sowieder Stämme der Klementi und Grudi andererseits entlang bis zur Ebene vonPodgoriza, von wo sie sich auf Plawnica richtet, die Stämme der Klementi,Grudi und Hoti bei Albanien lassend. Von dort durchschneidet die neueGrenze den See bei dem Jnselchen Gorika-Topal, geht von Gorika-Topal ausgerade auf die Höhen des Kammes zu, folgt dann der Wasserscheideliniezwischen Megured und Kalimed, Mikovic bei Montenegro belassend, und läuftbei V. Kruci in das Adriatische Meer. Im Nordwesten bildet eine Linie dieGrenze, welche von der Küste zwischen den Dörfern Susana und Zubci gehtund an dem äußersten südöstlichen Punkte der gegenwärtigen Grenze vonMontenegro an der Vrsuta-Planika endet.

Art. 29. Antivari und sein Küstenstrich werden von Montenegro unterfolgenden Bedingungen annektiert: Die südöstlich von diesem Territorium be-legenen Gegenden nach der obigen Grenzbestimmung bis zur Bojana, Dulcinjoinbegriffen, werden der Türkei zurückgegeben. Die Gemeinde Spiza bis zurnördlichen Grenze des in der genauen Beschreibung der Grenzlinie angegebenenTerritoriums wird Dalmatien einverleibt. Vollständige und gänzliche Freiheitder Schifffahrt wird für Montenegro auf der Bojana stattfinden. Fortifi-kationen dürfen am Laufe dieses Flusses nicht errichtet werden, ausgenommensolche, welche für die Lokalverteidigung von Skutari notwendig sein könnten,die sich aber nicht über eine Entfernung von 6 Kilometern von dieser Stadterstrecken dürfen. Montenegro darf weder Kriegsschiffe haben, noch eineKriegsflagge führen. Der Hafen von Antivari und alle zu Montenegro ge-hörigen Gewässer bleiben den Kriegsschiffen aller Nationen geschlossen. Diezwischen dem See und dem Ufer auf montenegrinischem Gebiete belegenenFortifikationen müssen rasiert und es dürfen in diesem Gebiete keine neuenerrichtet werdeu. Die Hafen- und Gesundheitspolizei sowohl in Anrivari alsder Küste von Montenegro entlang wird durch Ostreich-Ungarn vermittelstleichter Küstenwachtschiffe ausgeübt. Montenegro nimmt oie in Dalmatien inKraft bestehenden Seegesetze an. Seinerseits verpflichtet sich Ostreich-Ungarn,der montenegrinischen Handelsflagge seine Konsularprotektion zu teil werdenzu lassen. Montenegro muß sich mit Ostreich-Ungarn über das Recht ver-ständigen, durch das neue montenegrinische Territorium eine Landstraße undeine Eisenbahn zu erbauen und zu unterhalten. Vollständige Freiheit derKommunikation auf diesen Straßen wird gesichert.