kotttNsoo Crusoe.
429
sechs Stunden Tag,und die übrige Zeit wäre es ganhund gär finster gewesen,wenn der Schnee nicht die Er-de bedeckt und etwas helle gemacht hätte. UnserePferde wurden unter der Erde aufbehalten, und diedrey Knechte, welche wir gemiethet hatten uns zu be-dienen, und unser Vieh zu warten, stunden von selbi-ger Jahrs-Zeit so viel aus, daß man ihnen dann undwann einen Finger, oder eine Zehe ablösen muste, da-mit der kalte Brand nicht darzu schlüge.
Wahr ist es wohl, daß wir im Hause Wärme ge-nug hatten: die Mauren waren dick, und die Fensterklein und doppelt. An Lebens-Mitteln fehlte es unsauch nicht; selbige bestanden meistentheils in getrock-neten Renn-Thier-Fleisch, in sehr guten Zwieback, ingedörrten Fisch,in Schöpsen-unV Büffel-Fleisch,wel-ches letztere ein sehr gut Essen ist, und ungefähr wieRind-Fleisch schmeckt. Unser Getrancke war Was-ser mit Lpiriru Vim oder Wein-Geist, an statt desBrandeweins, vermischt, und wenn wir uns was zugut thun wolten, so hatten wir statt des Weins Mech,der vortrefflich war. Über diß brachten uns die Jä-ger, welche nicht unterliessen die Wälder zu durchstrei-chen, es mochte für Wetter seyn was es wolle, dannund wann Wildpret, so überaus fett und von einemherrlichen Geschmack war; Bißweilen versahen sieuns auch mit grossen Stücken vom Bärn, welchesman da als ein treffliches Wildpret speiset, allein wieEngellander fanden daran keine sonderliche Niedlich-keit. Hiernechst kam uns sehr zu statten, daß wir ei-nen grossen Vorrath von recht gutem it,ee bey unshatten, damit wir unsern Freunden eine Ehre anthunkonten. Mit einem Wort es fehlte uns überhaupt«n nichts ein angenehmes Leben zu führen. Wir