426 Leben des Ettgelländers
so beweglichenGeberdcnvor,daß man aus allenki- ^neu Mienen spüren konte,daß er seine wahre Hertzens-Meynung eröffnete. R
Ich sagte zu ihm, daß ich mich zwar vor diesem in ^dem Zustand, welchen ich ihm abgebildet, vor eine Artvon Monarchen gehalten härte,allein was ihn belang- ^te, so wäre er nicht nur ein absoluter Herr,sondern auch, ^"ein grosser Uberwinder, allermassrn derjenige, welcher ^über seine aufrührischeBegierden den Sieg erhältchersich selbst überwindet, und seinen Willen dahinein- Eget, daß er seiner Vsmunfft schlechter dings gehorchenmuß, diesen glorwürdigm Titul weit besser verdienet,als derjenige, wecher die Mauren des allervestchen ^Orts niederreißet. "Jedoch bitte ich sie höchlich, -ss"gnädiger Herr, fügte ich hinzu, sie wollen mir die ^"Freyheit gönnen eine einhige Frage an'sie zuthun.:"Wenn ihnen nehmlich ganh frey stünde dieseEmvde"zu verlassen, und ihrem K-ülw eine Endschafft zuma-"chcn, wollen sie sich auch wohl dieser Freyheit be- O"dienen? „ Ak-
Mein Herr, antwortete er mir, euere Frage ist Äkünstlich eingerichtet, und wenn man solche aqirecht beantworten will, muß man einige seht rnwrichtige OiliinÄiones machen. Jedoch will ^ich euch, mit aller möglichen Aufrichtigkeit, »!»dißfalls vergnügen. Nichts auf der Westwürde so vermögend seyn mich aus meinem ^Lxilia zu bringen, als die beyden nachfolgen-den Ursachen: nehmlich die Freude meine ^Verwandte,: zu sehen, und das Vergnügen ineiner etwas leidlichern Gegend zu leben. Ich 'r ^kalt euch aber bezeugen, daß, wenn mein Herr ^