4v6 Leben desEttgellättders
wegen der Beleydigung, so man ihrenPrkstern^uch ^ ^dem grossen K-rm-^Ki-l^unßu angethan; dieses istder erschröckliche Nahme, den sie dem allerungcMe- -sien Abgott, so man im Heydenthum finden könne, ^beylegten. Das Volck zu dü rründkoy gerieth also- ^fort in eine sehr grosse Bestürhung über einer, so rm-> ^vermutheten Besuch, welcher durch mehr als dreyßigtausend Personen bey ihnen abgeleget ward, sonder-- mlieh weil sie zuvor sahen, daß sich dieselben in wenig ^Tagen biß auf hundert tausend Seelen vermehrenwürde. ^
Der Rußische 6ouvern eu,- schickte Leute zu ihnen,welche sich bemühen sotten dieselben zu stillen, und gab SKihnen die besten Worte, die man ersinnen kan: Er Rversicherte sie, daß er von dieser gantzen Sache schtech-- sterdings nichts wüste, und daß er versichert wäre, daß Ldiese gantze Nacht kein Soldat von der Besatzung Mausser der Stadt gewesen: daß diese Gewaltthätig- cktlkeit gewißlich durch seine Leute nicht begangen wer-den, und daß er die Schuldigen exemplarisch straffen Wwolte, falls sie ihm dieselben anzeigen könten. Sie Mgaben hochmüthig zur Antwort, daß das ganhe Land -Ldaherum den grossen Lbsm-LKi-iKsung«, welcher inder Sonne wohnet, allzusehr verehre,als daß es deßen «g,Bild zerstören solte; daher könte diese Ubelthat nie-mand anders als ein ungläubiger Christ begangen ^Haben, und damit sie davor gebührenden Abtrag er- ^halten möchten, so kündigten sie ihm so wohl als allen ^Russen den Krieg an,weil sie doch insgesamt nur Chr? ^sien und Ungläubige wären. L ^
Der Gouverneur ließ sich von dem Zorn, welchen ^eine so trotzige Rede bey ihm erweckte, nichts mercken, ^