Robinson Llruloe.
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ich fürchten mußte das Leben an einem Galgen wegeneiner Ubelthat zu verlieren, zu welcher ich niemahlsdie geringste Neigung bey mir verspürt hatte, ge,schweige daß ich solche begangen haben solte.
Bißweilen folgten auff diese Schmertzen - volleBetrachtungen gottselige Gedancken: ich ließ mir indenSinn komen,daß wenn ich indasUnglückfiehwel-ches ich sosehr fürchtete, so müßte ich dielen Unfallals eine Wärckung der göttlichen Vorsehung be-trachten, welche, ob ich schon in Ansehung des gegen-wärtigen Falls unschuldig wäre, mich dennoch we-gen anderer Laster straffen könte, und daß ich gehal-ten wäre mich demüthig darein zu ergeben, nicht än-derst, als wenn sie vor gut angesehen mich mit einemSchiffbruch oder einigem andern Unglück, welchesmit meinem herumirrenden Leben einige Verwand-niß hätte, zu bestraffen.
So wiederfuhr es mir auch ziemlich osst, daß ichdurch meine Furcht aufgemuntert ward tapsscreEnt-schlicssungen zu machen, da dachte ich denn auf nichtsalö biß auffden letzten Tropffen Blut zu fechten, eheich mich wolte von solchen Leuten nehmen lassen, diefähig wären mich ohne die geringste Untersuchung zuermorden.
Es wäre noch besser für mich, sagte ich bey mirselbst, wenn ich von den Wilden gefangen würde,undleidigen zur Nahrung dienen müßte,als daß ich diesenLeuten in die Hände fiele, welche villeicht in ihrerGrausamkeit sinnreich seyn, und mich nicht ehe um-bringen dürfften,als biß sie mich durch die grausamst»Folter zerrissen hatten. Wenn ich mit denMenschen-Fressern mich herumgeschlagen habe, so geschahe sol-
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