Zz 8 Leben des Ettgellander»
eimnstarcken Bewegungs-Grund an die HandU- Aben,solche unmenschlicheAnschläge zn machen,immas-sin selbige fünfftausend Pfund Sterl. werth war. D
Die gantze Zeit über, da unser Schröcken währte ^
befanden wir uns ohne Unterlaß von dergleichen Ü- ^berlegungen beunruhiget, und betrachteten nichteinmahl, daß dieSchiff-Lammes LieMacht nichthaben dergleichen Lxecmiones zu thun : Denn es ^ist gewiß, daß, wenn wir uns einem unter ihnen er- L,geben hätten, und selbiger so kühn gewesen wäre uns Lauffdie Folter zulegen, oder gar hinzurichten, er in -sseinem Vaterlande sehr ernstlich darvor würde ge- -Astrafft worden seyn. Jedoch war diese Warheit Kvor uns nicht sehr tröstlich : weil ein Mensch, denman ermordet, von der Todes - Straffe, welche man Hseinen Mörder ausstehen läßt, keinen grossen An-«theil hat.-
Jmmittelst konte es nicht anders seyn diese Furcht Amußte mich veranlassen über die mancherley Umsiän- ^de meines vorigen Lebens Hertz - nagende Armer- ^ckungen zu machen ssjj
Nachdem ich vierhig Jahre in stetigen Arbeite» ^und Gefährlichkeiten zubcbracht, hatte ich mich indem Hafen, auf welchem alle Menschen ihre Absicht ^richten, mit einer begüterten Ruhe gesehen; undgleichwohl war ich so boßhafft, daß ich mich aus fm-ein Willen in grössere Unruhen als diejenigen gewe- ^sen, aus welchen ich mich auff so unerwartete Artge- ^rissen, von Neuem ftürtzte-Was war das für ein Be- ^trübniß für mich, der ich meiner Jugend so vielen Ge» ^fahren entgangen, mich nunmehr» in meinem Alter ^durch meiyen Laufs-Geist dahin gebracht sahe, daß ^