38 Lebendes Ettgelländeks
unser Mitleiden so weit nicht treiben. Denndiesiär- -B.me Leute waren damahls einer neuen Gefahr ausge- j ^seht; und man hatte alles von ihrer unmäßigen Be- ^Zierde zum Essen zu befürchten. DesCapitains8ub- ^liicucführte deren sechs in seinem Boot zu uns, welcheinsgesamt wie Todten-Gerippe aussahen, und kaum Bso viel Krafft hatten ihre Ruder zubewegen. Er selbst Awar halb todt, indem er nichts vor sich zurück behalten, Hund mit eben der Portion, die man dem geringsten KSBoots-Knecht zu seinem Unterhaltgereichet,zufrieden KBgewesen war. Als ich ihm nun etliche Gerichte vor- -Sgesetzt, so erinnte ich ihn langsam und mäßig davon Bzu essen; Kaum aber hatte er drey Mund voll darvon ^hinunter geschlungen, so fieng ihm an übel zu werden. AEr war so vernünfftig, daß er gleich aufhörte, und um ^fer Wund-Arßt machte ihm eine warme Brühe zu-recht, welche bequem war ihm zu einer Arhney, und ^Nahrung zugleich zu dienen. Auch ward ihm besser ^sobald er solche zu sich genommen hatte. Jmmittclsi ^vergaß ich seiner Cameraden nicht, sondern gab ihnen ^ebenfalls etwas zu essen. Sie frästen solches in der ^That, indem sie so ausgehungert waren, daß sie dar- ^von eine Art der Raserey bekommen hatten, welche sie ^hinderte, daß sie ihrer aufkeine Art mächtig werden ^komen. Ja es waren deren zwey drunter, welche ^mit so grosser Begierde das Essen in sich schluckten,daß ^sie den folgenden Tag bald dqrvon gestorben wären-, ^Dieses Spectackel war sehr Hertz-rührend vormich, und fährte mir das Elend wieder zu Gemuch, ^dessen ich mich vor diesem versähe, als ich den Fuß auf ^das Ufer meiner Jnsul satzte, weil ich nicht die gering- ^sien Lebens-Mittel hatte, und keinen Rath sahe deren ^