koblnlon Ouls. z9
§ aufeinen eintzigenTagzu finden; Auser dem stund^ ich, wie ich glaubte, in Gefahr, bald den wilden Thie«2 rcnzu einer Nahrung zu dienen.
2 . flncer der ganhcn Zeit, da der 8ulEm bemühetsiunddas Elend der Equipage umständlich zu erzehlen,^ so waren meine Gedancken ohne Unterlaß aufdie Pas-^ sagierer, die Mutter, des Sohns, und der Magd^ Verhangniß gerichtet, von denen er in zwey Tagennichts hatte reden hören, und die er, stiner eigenenA Bekenntniß nach,wegen der äusserstcnBedürffniß sei«^ m eigenen Leute aus der Acht lassen müssen. Hier,^ aus verstund ich, daß er ihnen zuletzt gar keine Nah-rung gegeben, und schloß daraus, daß sie alle dreymüßen Hungers gestorben seyn.
Darauf behielt ich den 8ubMuten, den wir da,^ mahls den Capitaine hiessen, an unserm Bord mit sei-nen Leuten, damit sie sich durch gute Nahrungs-Mit-tel wieder erholten, und indem ich zu gleicher Zeit der^ ^ übrigen Equipage eben den Dienst zu leisten bedacht^ war, so ließ ich unsern 8ubKttuten in unserm eigenenBoot, so mit zwölffMann besetzt und mit einem Sacko § vvll Brodt samt sechs grossen Stücken Rindfleisch be-s» laden, nach ihrem Schiffhinüberführen.
Unser Wund-Arßt gab meinen Boots-KnechtenBefehl, dieses in chrer Gegenwart kochen zulassen,und in des Kochs Zimmer Schild-Wachten zustellen,um diese ausgehungerte Leute abzuhalten, daß sie dasB Fleisch nicht gantz rohe hineinfrassen, oder es aus demTopffrissen, ehe es gar gekocht wäre, auch sotten sieihnen im Anfang nur eine kleine Portion geben.^ Durch diese weise Vorsicht ward ihnen das Leben^ erhalten; und wenn man in diesem Stück wäre M-
C 4 mig