r r Leben des Engellättder«
lassen bemühet war, und sagten, daß der PriestersVerstand gäntzlii^ verlohren hätte. Vielleicht war ^die plötzliche Veränderung ftines Zustandes mit allzu ^grosser Auffmercksamkeit von ihm betrachtet worden, ^und diese Überlegung hatte bey ihm so viel gewürcket ^daß er von neuem vor Freuden entzücket worden' ^Weil nun seine Lebens-Grister angefangen heMer ^fortzugehen, als daß die Gefäße im Stande waren, ^dieselben zuführen wie es seyn soll, so war fein Bluter-hiht und fieberhaffk worden , und gewißlich er hatte,ehe man sich um sahe, alle Eigenschafften erlanget, dieerfordert werden ein Mitglied des Narren-SpitOabzugeben. Der Wund-Artzt befand nicht vor die^.lich ihm noch einmahl eine Ader zu öffnen, sondern er ^gab ihm etwas, das ihm den Schlaff erweckte ; soll Bches thät einige Zeit hernach feine Muckung/und ^den andern Tag wachte er gesund auff, beydes W ^Eeib und am Gemüth.. ^
Der junge Priester mäßigte seine ^sseÄch mit eüyer grossen Standhafftigkeit , und gab uns ein wahr- ^hafftiges Muster eines vernünfftigen Gemüthes und meiner solchen Person, die ihrer selbst mächtig ist. So Wbald dieser an unsern Bord kam, siel er auff die Knie dGOtt vor seine glückliche Errettung zu dancken; ich «hatte hierbey das Glück, daß ich ihn in dieser löblichen WVerrichtung stöhrete, weil ich ihn vor ohnmächtig H
hielte. Eraber richtete seinen Kvpffauffund sagte zu H
mir mit sehr ruhigem Gesicht, daß er bemühet wäre ^GOtt seine Erkenntlichkeit zu bezeugen; Ich bim «euch höchlich, fuhr er fort, ihr wollet mir vw «gönnen noch einige Augenblick darinnen fort- »szufahren; nach diesem werde ich die Ehre ha- l