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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
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bleichet werden könne; endlich soll alle Handlnng mit Leinewandauf denen Bleichen und denen nahe beim Spnrenberge gelegenenHäusern hiemit bey Straffe der Oonlmention gäntzlich verbotenseyn und mit ernstlichen Nachdruck abgestellet werden.

3.) Das Gemerb mit Garn, als woraus der Lnndmaunsein baares Geld zu Abtragung der Contribntion meistens su-chet und damit die in Unser Grafschaft Ravensberg befindlicheviele geringe Kötter und Heuerlinge sich ernähren müssen, kannkeinesweges eingeschränket noch gehindert werden, ihr Garn aufsbeste und theuerste, wie sie können, zu verkaufen, sondern esmuß ausländischen sowohl als einheimischen frep bleichen, über-all Garn von denen Unterthanen anfznkaufen; damit aber gleich-wohl die Städte in diesem Stücke, so viel es die Billigkeit unddie Wohlfahrt, auch Emmorvntion Unserer Unterthnnen auf demplatten Lande erleiden will, klaglos gestcllet und der Linnen-Handel in bessern Flor gebracht werde, so wollen Wir zuvor-derst, daß Unsere Unterthanen denen Kauf-Leuten aus denenStädten ihr Garn vor andern, bevorab ausländischen, zuwendenund verkauffen sollen; es müssen aber auch die Bürger undEinwohner der Städte zu solchem Ende gleichen Fleiß als an-dere anmenden und mit denen Baurcn Spinnen- nöthige Oom-mnnicmtion pflegen, ihnen auch mit einigen Vorschuß und An-lage an die Hand gehen, damit sie dadurch bewogen werden,ihr Garn denselben vor andern zu überlassen, auch nicht nöthighaben, solches von Haus zu Haus in denen Städten herum zutragen und es endlich um einen geringere Preis wider ihrenWillen und aus Noth zu verkaufen; insonderheit können dieBürger, weilen die Leute aufm Lande zu weit von einanderwohnen, ihre Diener des Sonntags au die Kirchdörffer schickenund nach verrichtetem Gottesdienste mit deuen Unterthanen ihresGarns halber bchörige Abrede nehmen, damit es ihnen vorandern überlassen werden möge; ferner sollen sich innerhalbeiner Stunde um die Städte keine Verkäufer aufhalten, nochdas Garn bei denen Leuten aussuchen, denen gleichwohl dadurchnichts benommen wird, ihr Garn an solche Oerter, wo sie dasmeiste Geld bekommen können, zu bringen.

Endlich wollen Wir, daß sowohl die Kauf-Leute auf demplatten Lande als in denen Städten sich der übermäßigen Ver-sendung des aufgekauften Garns, absonderlich nach Warendorfund andere benachbarte Oerter enthalten, ihr Garn vielmehrdenen Leinewebern zu verarbeiten geben und allen Fleißes dahinsehen sollen, daß in gleicher Uonitnet und so dichte als anders-wo das Linnen, auch ans die Warendorfische Länge und Breite