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ganzen Bau die weiseste und den damaligen Zeitmnständen an-gemessenste Einrichtung gab.
Sein Plan, entsernt von allen gewaltsamen Verände-rungen und vorschnellen Operationen, siegte über alle Hinder-nisse, die ihm in den Weg kamen und besonders über die Eifer-sucht der Städter gegen die Ausbreitung der Landfabrikationdadurch, daß er, so lange bis die in den Städten hinlänglichbegründet war, solche auf dem platten Lande in einiger Ein-schränkung hielt, die aufhören sollte und von selbst aufhörenmußte, sobald die städtische die Bedürfnisse des vermehrtenHandels nicht genugsam liefern konnte und dieser glücklich Zeit-punkt kam schon unter seinem Nachfolger, Friedrich dem ersten,welcher bei dem Wachstum des Leinwandhandels alle Einschrän-kung der Fabrik aufhebeu und den Leinwebereien auf dem plattenLaude die willkürliche Vermehrung ihrer Stühle verstattenkonnte, die vorher bei jedem Weber auf eine bestimmte Zahleingeschränkt war.
Im Ausgange des vorigen und Anfänge des jetzigen Jahr-hunderts vermehrte sich die Fabrikation unter mannigfaltigenVeränderungen. Die Sorgfalt der Landesverwaltnng kam denBedürfnissen derselben zu Hülse und mußte solche durch einemittelbare Koperation und durch Hebung der sich äußerndenMängel und Hindernisse in ihrer Aufnahme zu erhalten. Diesbeweisen die landesherrlichen Erklärungen vom 2. November1691, die Legge und Bleichordnung vom 16. Juli 169k, wieauch die Löwend- und Leggeordnung vom 30. Nov. 1708.
Die Leinweberei behauptete jetzt schon eine ansehnlicheStelle unter den deutschen Fabriken und wurde unter den Fa-briken der preußischen Staaten als eine der vorzüglichsten an-gesehen, wie aus der vortrefflich ältern Beschreibung der ökono-misch-politischen Verfassung in dem europäischen Herold Seite280 erhellt, wo auch des beträchtlichen auswärtigen Handels indie fernsten Länder Erwähnung geschieht.
Der ausgebreitete Erfolg der Fabrik veranlaßte neueBleichanlagen. Die Drellweberei fing an, sich mehr zu bildenund die Sortimente der Leinwand wurden mehr vervollständigt;hauptsächlich aber kam jetzt die Saat zum Gedeihen, welche der großeChurfürst zur Einführung der feinen dichten Leinwand nachWarendorfer Art ausgestreuet hatte. Die Kaufieute fingen imAusgang des vorigen Jahrhunderts zuerst an, diese Leinwandfür eigene Rechnung verfertigen zu lassen. Nun folgten dieLandweber nach und unter der Regierung Friedrich Wilhelm 1.hatte sich diese Fabrikation in der Konkurrenz mit Warendorf,