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den lebendigen Teufel anbeten? Ja, das glaube ich von ganzemHerzen."
Wie schwer damals der Kampf für die reformierte Ge-meinde war, geht auch aus dem Stoßseufzer des RentmeistersSchröder hervor, der auf das Titelblatt des Kirchenbuchesfolgende Worte schrieb: Der liebe Gott wolle nun. weiter seineGnade und göttlichenSegen darzu geben, daß die reformierteGemeinde diese Kirche geruhig und in Frieden bis an den liebenjüngsten Tag besitzen möge.
Immerhin können wir heute in dieser Hinsicht mit Be-friedigung auf unser Stadtbild schauen, in dem znr Zeit, wiekaum in einem andern, Friede und Eintracht unter Lutheranern,Reformierten und Katholiken waltet.
Wenden wir uns jetzt der allgemeinen Geschichte wie-der zu.
Des großen Churfürsten erste Gemahlin war Luise Hen-riette. Im Juni des Jahres 1047 hatte er sie aus dem Haag,wo 1646 die Hochzeit mar, nach Cleve herüber geholt. Damalsschrieb er von letzterem Orte an seinen Oberkammerherrn, dersich auf dem Sparenberge aufhielt, folgenden Brief:
. „Dieweile wier «erhoffen, daß Ihr nunmehr in unsererGrafschaft RauenSpergh werdet angelanget sepn, also versehenwir uuß, daß Ihr auch die po88«8 des Hauses Sparenbergwerdet wirklich ergriffen und in unserm nahmen eingenohmenhaben. Wan wier dann gern wissen wollten, ob auf gedachtenHause solche commodität zu finden, daß wier neben Unser Ge-mahlin Liebden und nothwendigen Hofstatt mit bequemen losa-menten accomodiret werden könnten, alß wollet Ihr deßhalbenden augenschein einnehmen, und Uns bei Zeiten von der ge-legenheit des Haußes einen underthänigften bericht überschreiben,auch so viel sich immer thun lassen wirbt Anstellung machen,daß die gemacher also zugerichtet werden, damit wir angeregter-maßen zu Unser Ankunft daselbst auf eine Zeit verbleiben kön-nen, denn wier gentzlich entschlossen, sobald die HeimführungUnserer Herzvielgeliebten Gemalin Liebden vermittelst GöttlicherVerleyhung geschehen sepn wirbt, daß Wier Uuß alsofort vonhinnen erheben und nachen besagten Sparenberg mit Unserganzen Hoffstad begeben wollen. Seynd hierüber Eurer under-thänigsten Relation erwartend, und verbleiben euch mit guadenganz wohl beygethan. Datum Cleve den 16. April 1647."
Diese Henriette weilte auch sonst mehrere Male in Biele-feld, selbst auf ihrer letzten Reise scheint sie die Stadt berührt