Brandtröhren, eine große bunte Kiste mit unterschiedlichen Waf-fen, ein Schap, zwo Anrichtebencke, ein Hackebrett, ein Eimmermit Jsenbeschlag, ein Flachshechel!, eine Senffmühle, einSpinn-rhadt, eine Bratbutte, Bratfanne, Flcischbutte, Deigtroch, Brodt-schap, Holtzaxt und eine Twaßsäge.
Aus dein Nachlaß des Freiherrn von der Horst aufMilse, welcher 1649 verstarb, ersahen wir, daß bei ihm derWeinkeller gut bestellt war. Dieser Generalwachtmeister imbairischen Dienste besaß bei seinen! Tode 8 Fuder Wein, dar-unter Deydesheimer 19 Ohm, Weicheimer 22, SeisenhcimerBerg 5, Sturmfedder 3^, Wormbser 1, Heidelberger 7 Ohmu. s, w., dazu aber auch ein Füßchen Brannthenwein von 13Viertel. Außer einer Anzahl vergüldeter Becher fand sichin des alten Soldaten Besitz Conterfeis seiner Söhne JostDieterichen und Inniger Christianus, der Jungfrau Tochter undzweier verstorbener Kinder. Wir können wohl den Schluß wagen,daß jener Wein aus des Erblassers Kriegsjahren stammte, dieer am Rheine zubrachte.
Es dürfte auch nicht nninterressant sein, über die Freifrauvon Meschede etwas Näheres zu erfahren. Ihr Gemahl warJobst von Varendorfs. Sie scheint nur eine Tochter, Felicitas,gehabt zu haben, deren Erbschaftsberechtigung auf das GutMilse, welches lehensabhängig vom Stifte zu Herford war, vonder Aebtissin in einem Schreiben erbeten wurde, worin es unteranderem heißt: „Ob nun wol die Lehnstücke, so ich von Ew. Hoch-würden und Gnaden und dein Stifte zu Lehn trage, also be-schaffen, daß dieselbigen nach des Stiftes Gewohnheit und altemHerkommen nach meinem Tödtlichen abschied auf meine Dochterunstreitig vererben würden, so habe ich doch zu allem Ueberflußmit dem Ehrenvesten Ludolf von Varendorfs, Schollaster derThumkirche zu Osnabrück, meinem lieben Bruder, dahin handelnlassen, daß derselbe vor sich und seine Erben, meiner Dochterzu gutte, auf alle meine unterhabende Lehnstücke rennnciret, die-selben auf meiner Dochter übergetragen, mir auch freigegebenund zugelassen in tnvcwein Was inane zu testiren, wann ichdann auch Ew. Hochw. und Gnaden als Voininn t'ancki ac>n86N8darüber auch gerne haben möchte, also gelanget an Ew. Hoch-würden und Gnaden meine unterthänige Bitte, dieselbige gnädigstgeruhen und mir 6c>n8Sii8nin in tavorain tilina inane von denHerfordschen Lehen zu testiren und dieselbige ihr zu vermachengnädigst ertheilen und erlauben zu wollen. Geschrieben am 11.May 1620."