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im 16. Jahrhundert durchschnittlich einen Goldgulden und im17. drei Thaler; für den Freikauf aber wurden meist 7bis 10 Thaler Löse gegeben, oft aber zahlte beim Austauschder Knecht seinem Herrn noch ein Wechselgeld, wie dies auseiner Notiz von 1560 hervorgeht: „Jost Hornbrink ist ver-wechselt worden an das Haus Sparenberg, darvor einer, ge-nannt Johann Oestermann, übergeben wurde und hat derHornbrink als Wechselgeld zwei Goldgulden gezahlt."
Wie sehr aber die Leibeigenschaft die Freiheit der Hand-lung einengte, davon zeugt ein Beispiel aus dem Ende des 17.Jahrhunderts. Auf dem Sparenberge erschien der Kolon Klei-nenberg vor dem Drosten zu einer Verhandlung, die folgender-maßen protocolliert wurde:
„Seiner churfürstlichen Durchläuchtigkeit zu Brandenburgverordnet^ rosp. Landdrost, Landrentmeister und Landschreiberder Herrschaft Ravensberg, Clamor von den: Busche, Erbherrzu Jppenburg und Jarlinghausen, Arnold Schöneberg Cons-bruch und Arnold Henrich Meinders thun kund und fügen hier-mit jedermänniglich zu wissen, was gestalt uns Abeke Kleinen-berg aus dem Kirchspiel Dornberg, des Churfürsten leibeigen-höriger Mann gehorsamst vorgetragen, daß vor diesem auffeinem Grund und Boden, ohnweit dem Hofe, auf dem Obern-hofe genannt, ein Kotten gestanden, selbiger aber in den be-schwerlichen Kriegszeiten abgebrandt rc." Dieser Leibeigene wünscht,den Kotten wieder aufbauen und mit einem Scheffelsaat Landin Miete geben zu dürfen.
Unterfertigt aber ist das Dokument: Schloß Sparenberg,den 4. Mai 1688.
Ein Bild des Lebens der alten Zeit finden wir besondersin den Wirtschaftsbüchern adeliger Güter wieder. In einemsolchen des Hauses Varendorf-Milse auf der Neustadt aus derMitte des 16. Jahrhunderts haben wir eine Anzahl Daten,die uns zum Vergleiche herausfordern, gewonnen. Da heißt es:„Der Goldschmidt zu Biluelde 1 fuder Heues bekommen, wel-ches Jme zurechnen mit drei Daler; Meister Jasper der fchnei-der zu Biluelde bekommen 1 fuder heuwes, darvor bezalt 3Daler; Hanß Kock Key dem Kirchhous zu Biluelde aufs derOldenstadt hat offs leste auch zwei Beester zu Milse gebracht.zu die Weide, die nur bey 4 wochen lang weide gehabt, darumer gegeben 30 Groschen."
„Alß der Schumacher zu Bilueldt," lesen wir an einemandern Orte, „Meister Carol Tumel, den: Hausgesinde desvergangen Jahrs Siebentzig von Michaelis an bis wiederumb