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Jedenfalls hat Bielefeld damals alles angestrengt, imEmpfange des deutschen Oberhauptes nicht hinter den andernStädten des westfälischen Kreises zurückzustehen. Der Kaiseraber setzte nach kurzem Aufenthalte seine Reise nach Dortmundhin fort. Der Herzog Wilhelm I. weilte übrigens oft in derNähe der Stadt auf der Sparenburg, so in den Jahren 1881,82 und 138t>.
Er überwies die Grafschaft zu einer Abfindung, wie eineUrkunde von 1308 sagt, seinem Sohne Adolf, der mit einemglänzenden Gefolge 1300, andere meinen 1428, ans der Sparen-burg einzog, wo er dann eine» so großartigen Schmaus gab,daß er seinem Drosten 2!>0l Mark 3 Schillinge 6 Pfennigeschuldig blieb. Als Entschädigung stellte er seinem Gläubigereine schriftliche Anweisung an die Gefälle aus. Im JahreI4t>5 trat er die Grafschaft an seinen Bruder, den BischofWilhelm von Paderborn, ab, der derselben bis 1428 gewisser-maßen als Berwalter Vorstand, in welchem Jahre sie wiederan Adolf znrückfiel.
Dieser Graf Wilhelm !>., der also zuerst auch Bischofwar, gab 1417 der Stadt Bielefeld die Zusicherung, daß keinBewohner derselben, er sei Pfaffe oder Laie, Dienst- oderHausmann, frei sein sollte von den gemeinsamen Lasten, wenner ein Haus oder, Weichbildsgut besäße. Wir sehen ausdieser Bewilligung, daß die Stadt fortgesetzt bemüht war, ihreGerechtsame zu erweitern und die Macht der Grafen innerhalbihres Gemeindewesens zu beschränken. Die alte Gewohnheit derRegenten, Ausnahmen zu statuieren, wie wir solches an demFreibriefe des Grafen Bernhard zu Gunsten der Pflegerin sei-ner Schwester gesehen haben, hört nunmehr ans und tritt spä-ter nur »och einmal wieder hervor in dein Freischein, den ho-henzollernsche Fürsten den Buchdruckern Dränkner und Bädeckeranchtelten, indem sie diese und ihre Gehülfen, wie wir späterberichten werden, der Jurisdiction der Stadt entziehen.
Im Jahre 1420 geht Bielefeld in der Ausscheidung dergräflichen Macht ans seine,» Gebiete noch einen Schritt weiter.Es ersteht von dem Grafen den Brock mit dein anliegendenGraben, den Wall mit dem Potthove, gelegen am Mühlen-teiche und Bache auf einer nnd der Neustadt ans der ander»Seite; ferner gewinnt eS durch Kauf den Graben zwischendem Niedernbrock nnd Damme, welcher beide Städte Bielefeldstrennte.
Alte, morastige Plätze, wie wir sehen, werden erstandenund dann weiß die Stadt solche vortrefflich zu verwerten nnd