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Geschichte der Stadt Bielefeld und der Graffschaft Ravensberg
Entstehung
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hinsichtlich ihrer Gerechtsame. Sie erlangt auch 1309 eine Ver-ordnung, nach der es keinem Wollmebcr noch Schneider erlaubtsei, Tuch zu scheeren oder zu verkaufen, er habe denn seinHandwerk niedergelegt. Ihrer aber wird in der Geschichte desHandels noch besonders gedacht werden.

Unter Otto IV. ist auch von cktzimrü aroalm oder sogenanntenWortgeldern die Rede, welche die Grafen aus der Stadt als Ein-künfte bezogen; worindiese nun bestanden haben mögen, istmit vollerGewißheit nicht zu ermitteln. In der Urkunde von 1316 heißtes, er, der Graf Otto, verpfände unter Mitwirkung feines Bru-ders Bernhard, Probstes zu Schildesche, und seiner GemahlinMargarete pro tribiiitn ooto klarem Uilvslckou.Änin äoimriornm,<inu.8 visävin sr muma vonoraloili solvsrs toumnnr äsvarsosaroalos in opicko nostro Ililveläa vatori nc: inolanäiiinin iu-tdrins onm molomciino nod'tro situin in Vronäsnomo.

Jedenfalls war die versetzte Revenue, wie Culeman meint,das sogenannte Wortgeld, welches für die zwischen den Häusernliegenden freien Stellen, die zum Hüten des Viehes und zu an-dern Zwecken benutzt wurden, wovon später noch die Rede ist,erlegt werden mußte.

Das Wort ,werth' mag, so meinen wir, vom ahd. wer-jau, bekleiden, abznleitcn sein und bedeutet alsdann einen, derein Eigentum besitzt oder erworben hat, dem also das Verfü-gungsrecht darüber zusteht. Oft noch bezeichnet der Kötter seinenColonen mit dem Namen ,Werth'; ein ,Wortmann' aber ist der,der ein Stück Land in Pacht hat und dafür Zins, das heißtWortgeld, bezahlt.

Bei der urkundenmäßigen Ueberlieferung des Hofes zuBexten an das Stift zu Schildesche, vom 8. Juli 1316, tretendie Häupter der Stadt als Zeugen auf. Wir lernen dabei einenHermann Hanebaum als Richter und Hermann Keseling alsProconsul, das heißt Bürgermeister, kennen; auch erfahren wir,daß 1319 Alrad von dein Busche seinen Zehnten zu Bargholzdem von der Gräfin Hedwig gestifteten Altar zu Bielefeld überläßt.

Nachdem der Graf Otto 1326 noch einmal der StadtBielefeld alle Gerechtsame bestätigt hatte, verschwindet er ansder Geschichte, ohne eineil Sohn als Erben zu hinterlassen, undwir sehen nach 1328 feinen Bruder Bernhard als Nachfolger.

Bernhard. 1328—1347.

Dieser Regent zeigte sich, da er kinderlos war, in mehrals einer Beziehung schwach gegen die Grafschaft. Unter ihm