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Otto III. 1249—1306.
Graf Ludwig hinterließ bei seinem 1249 erfalgteu Todeminderjährige Kinder, denen Bernhard von der Lippe, nach einerUrkunde vom 11. Juli des genannten Jahres, als Vormundgesetzt wurde. Es scheint nun, als wenn dieser Edle, die Gele-genheit benutzend, in die Feste Ravensberg seine Adelige alsBurgmannen gesetzt und an die Auslieferung an den inzwischengroßjährig gewordenen ältesten Sohn des Verstorbenen nichtgedacht hat, denn es entstand eine Verbindung NavensbergerEdelinge, die ihn zur Herausgabe des Bergschlosses zwang.
Es kamen dann 1257 zwei Verträge zu stände, welche dieAngelegenheiten regelten.
Der erste, dein nach einigen Wochen Bernhards Sohn,Gerhard, Domprobst zu Bremen, beilrat, führt uns die ravens-bergischen Namen vor: Hartmanus Wolfs, Johannes de Busthe,Rudolphus Nagel, Sigfridns Brinke, Thidericus Maternnt,Werner und Thidericus de Kortheim. Unterfertigt aber ist dasDokument: I)nt. Dervorckiae anno Domini 1257. Die Bestäti-gung dieser Urkunde geschah auf dem Sparenberge am 9. Au-gust desselben Jahres, von welchem Tage an also die Existenzdieser Burg geschichtlich feststeht.
Graf Otto lll. war ein tapferer Degen. Er warf 1264die Herren von Gesmold nieder und zwang sie zu Dienstlei-stungen im Kriege; dann nahm er teil an dem Kampfe, der zwi-schen dem Erzbischof Engelbert von Köln und dem Grafen vonJülich ausgebrochen war, indem er sich ans die Seite des er-steren stellte. Auch sein Bruder Ludwig, welcher Bischof vonOsnabrück geworden, zeigte sich höchst kriegerisch. Beide entgaltenden räuberischen Lippern so manchen Unbill, den diese ihremHause zugefügt hatten, indem sie den von seiner Besitzung Engerstets in ihre Gebiete einfallenden Grafen Simon überraschtenund gefangen nahinen. Man führte ihn nach Osnabrück, ivo er5 Jahre im Bucksturm gehalten wurde; Enger aber fiel zumteil dem Grafen zu.
Im Jahre 1270 tritt in Dokumenten zuerst wieder dieStadt Bielefeld auf. In . einer derselben, eine Schenkung anMarienfeld betreffend, finden wir das Siegel der Stadt undals Zeugen: IVeseelus MIvx, «lomnnw ckoimnne« roetor ee-olssie in Movolck«, ckommns IVoseelns plebainm in Doren-borg. Ferner erfahren wir urknndenmäßig, daß die Familie desBernhardus Vuncke zu Bielefeld auf den Zehnten der Aeckerzu Hagenloh bei Urentrnp verzichtet.