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stand mußte wohl dulden, aber nur der Wehrstand oder dieAdeligen kämpften und zwar nicht für die Volksfreiheit, sondernfür ihre eigenen Interessen.
Einer der Hauptdynasten des Sachsenlandes und Gegnerdes Kaisers, Otto von Nordheim, hatte eine Tochter, Etheliude,die an den Herzog Welf von Baiern verheiratet war. Dieserverstieß dieselbe; doch wurde sie bald darauf die Gemahlin einesHermann von Kalverlage. y;nibii8 nimm noinius Mlliliii-ckain aoeepit IVoltns et postgurun iilam i'öMÜiavit, äuxit6uin Hki'inannns äa Oalvarlasss, ivie es im 8axo heißt. Derletztere ist der Stammvater der Grafen von Ravensberg, undes ist anzunehmen, daß er durch diese Heirat allmählich ausseiner wenig bedeutenden Stellung emporgehoben wurde. Wolag nun der Ort, dem das Dynasteugeschlecht der spätem Ra-vensberger Grafen seinen ersten Namen verdankt? Wir findenein Kalverlage im Beutheimischen, einen osnabrückischen HofKolflagge und einen Kalvelage nordwärts Rechte. In der letz-teren Gegend hatten die Grafen von Ravensberg in späterenZeiten große Besitzungen, von welchen uns nicht gesagt ist, wiediese das Eigentum des Dynastengeschlechtes geworden sind,und es ist mit ziemlicher Bestimmtheit anzunehmen, daß hier,au der Grenze des späteren oldenburgischen Gebietes, die Haus-güter der Grafen von Kalverlage gelegen haben. In dieserGegend wird um 980 eines Gaugrafen Bernhard und 1020dessen Sohn Hermann gedacht, dem wieder um 1051 ein Bern-hard folgte, Namen, die in dem Geschlechts unserer Grafen oftwiederkehren.
Gegen das Ende des 11. Jahrhunderts hatte in Osna-brück Benno, ein Freund Heinrichs des Vierten, den bischöflichenStuhl inne. Oestlich von seiner Residenz saß, nach alten Chro-niken, der Graf Wegelo; westlich von derselben stand das Landunter einem Edeling, namens Volkmar; südlich vom Osningaber wird als Eigener und Freigraf, Amelung genannt, undim Wessagau, am Gebirge entlang, hatte Adalger seinen Sitz.So waren die Verhältnisse, als der Sachsenkrieg losbrach. DerBischof hatte als Freund des Königs einen schweren Stand;er wurde sogar mehrere Male in Osnabrück belagert und mußtesein Land meiden. Vielleicht stand der eine oder der andere deroben genannten Grafen auf seiner Seite, vielleicht waren sienur Lehnträger von ihm, denn es wird des Wegelo als einesiburgischen Klostervogtes gedacht; jedenfalls ist es merkwürdigdaß um diese Zeit die vechtischen Grafen von Kalverlage amOsning auftreten und besonders in der alten Grafschaft des
Kicke, Chronik. 2