200. Warum die Hunde den Katzen feind sind. 593
Vnsern gueten freunden, zw trewshanden,
Die almal vns sint pey gestandenIn aller not ain lange zeit,
Woln in vertrawn vnser freyheit.
55 Die futtert vns wol diesen grosenFreyheitz Prieff maisterlich verstosen;
Sie knennen obn im Haus vmbsteigen.
Auch künen sie das wol verschweigen.
So gabens den faczen allensanden60 Den prieff zv phalten zv trewshanden. [Bl. 227']Die ttümett den prieff an darnachVnd stiessen oben vnters dach,
Da er vorn Menschen sicher war.
Als das nun an stund aus ain jar,
65 Pgerten die hünd, irn prieff zv sehen.
Die kaczen sprach», dis solt geschehen,
Vnd schämten zv dem prieff vermessen:
Da hetten in die mews gefressen.
Die kaczen erschrackn an der stat,
70 Zaigten den Hunden an die dat,
Das sie den prieff hetten verlorn.
Seit sint in die Hund nie recht holt worn,
Da ist die erb feintschaft angangen,
Dotlich neid vnd has angefangen,
75 Das sie noch palgen vbertag.
Welch dail den andern vbermag,
Der selbig der müs lassen har.
Vergleich ist auch seit imerdarAin rachselig feintschaft der kaczen80 Wider die meüs vnd auch die raczenBnd sint ir dotfeint abgesagt,
Weil sie den prieff haben zernagt,
Vnd würgen sie pey tag vnd nacht.
Kain fried wirt nimer mer gemacht.
85 Doch worn die hünd wider zv rat,
Erwelten zwen hünd an der statVnd schickten sie wider gen RomZv Prinzen die freyheit mit nom,
Weil ins die mews hetten gefressen.
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