594 200. Warum die Hunde den Katzen feind sind.
90 Also loffens da hin vermessenVnd namen zerung auf die rais.
Nün war es in dem sümer Hais.
Als sie kamen ins Welschlant ein,
Drünckens knallet den welschen wein,
95 Wurdens hundz drunckn vnd thettn scharren [Bl. 228]Mit den füeßen vnd wurden marren:
Nerr, nerr, nerr, nerr! spiczten nach demIr oren, wurffen auf die kem,
Zaigten ainander ir würffparten.
100 Nach dem thetten sie nit lang warten,
Fieln auf einander vnd sich pissenVnd ir hündzpelcz in selb zeriffenVnd hingen darin an ainander.
Fielen auch rüeckling paidesander105 Hinab üeber des pirges joch,
Ey dieff wol zwainzig klafter hoch.
Also die güetcn Hund im grabenPaide ir leben da auf gaben,
Das sie nit mer kämen Herwider,
110 Wiewol die hünd noch warten siderVnd altag aüf die potschaft sehen,
Wen sie von Rom sich wider netzen.
Wo ain hünd sicht ain andern hünd,
Schmeckt er im hinten für den spünd,
115 Vnd schawt, ob er die Prieff nit tragOder von dieser potschaft sag.
Wo ainer gait nit gueten pschaid,
So fallens vbr ainander paid,
Vnd hebt sich noch vil vngemachs120 Ob dem Prieff, sagt schwancksweis Hans Sachs.
Anno salutis 1558, am 20 tag Aprilis.
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Druck von Ehrhardt Karras, Halle a. 8.