592 200. Warum die Hunde den Katzen feind sind.
Wider die kaczen hart der mas,
Das den nimant versüenen fern."
Ich pat: „Ach, mein Herr, zaigt mirs an!"
15 Da sprach er: „Gar vor langen jarenAllerley hünd versamelt warenDer edelewt, Pfaffen vnd pawern,
Auch der purger Hund aus den mawernVnd hielten alda ainen rat20 Vnd peschlosen ainhelig glat,
Schickten zwen alte hünd mit nomIn potschaftweis da hin gen Rom —
Alda den war der pabst gesessen —
Vmb die freyheit auch flaisch zv essen25 Freittag vnd samstag durch das jar, [Bl. 227]Aüch durch die ganczen fasten gar,
Weil sis verdinten mit den dingen,
Den Pfaffen vil guecz wiltpretz fingen,Pewachten in auch dar durch aus30 Getrewlichen ir hoff vnd haüs.
Als nün der pabst Hort ir pegert,
Da wurden sie güetlich gewertVnd in des Prieff vnd sieget gab,
Fertigt sie mit ir freyheit ab.
35 So kamens wider in DeutschlantMit irer freyheit paidesantVnd perueften all hünd zvsamen.
Zw Stosfürt die zvsamen kamen.
Da man die freyheit in verlas,
40 Ser gros frewd pey in allen was.
Da ratschlüegen pey in die alten,
Wie sie den prieff möchten pehaltenVnd auf das sicherest versorgen,
Das ir freyheit still vnd verporgen45 Plieb Pein menschen, würn sich sünst fleissenVnd vmb ir freyheit sie peschaissen.
Nün hettens weder schrein noch kalter.
Im rat drat fürher ain vralterHünd vnd sprach: „Ich rat entlich, das50 Man vnsern prieff den kaczen las,
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