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1 (1893)
Entstehung
Seite
579
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196. Der karge Bauer mit seinem faulen Knecht. 579

Ain krapffn nach dem andern ein schob.

Dem pawren schir geschwünd darob,

Dacht: Wie sol ich mein dingen thon,

Das ich den Hainczen schrecket von155 Den krapffen? Vnd legt an dem entDen kopff sam trawrig in sein hentVnd höret auf, krapfen zv essen,

Dacht: Der Haincz Wirt darpey ermessen,Das er zv essen auch hör auff.

160 Doch stach der Haincz erst waidlich draüffVnd thet oft in die krapfen farn,

Maint, der pawer det im die sparn.

Der pawer sach in sawer on.

Haincz aber kert sich nichsen dron,

165 Dacht: Sawer sehen hilfst doch nicht.

Sich erst recht vbert krapffen richt, [Bl. 106']Wan sie theten im recht wol schmecken;

Drey düezet detten im kaüm klecken.

Erst sach der Pawer krümb vnd schel,

170 Das im aüch diese künst war fel,

Vnd sich pald ains andern peson,

Fing auch wider zv essen on

Vnd dacht: Es wil doch sünst an galgen.

Mich hilfft weder gueten noch palgen.

175 Ich kan mich ie nit anderst rechen.

Erst dettens auf ainander stechenVnd frassen zv neid aneinanderSer grose mündfol paidesander,

Das in die pewch woltey zerklieben.

180 Als sie das mal hetten vertrieben,

Der pawr dem Hainczen vrlaüb gab,

Das er nür köm seins fressens ab.

Aus diesem schwanck man leren mag,

Das es sint ser zwo arge plag:

185 Welch Herschaft nicht gern essen sicht,

Der selben dest wuerser geschicht;

Knecht vnd maid Wern vertrosn darfon;

Weng güeter arbeit wirt ir thon;

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