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lich durch die zum Theil recht lieblichen und poetischen, zum Theilaber sehr weitschweifigen oder blos witzigen Fabliaux nicht abhaltenlasten, zu der eigentlichen Heldenpoesie vorzudringen, von der nochherrliche Ueberreste vorhanden sind. Ich habe eine Reihe norman-nischer Sagen gesammelt, und bin nun mit den eigentlich frän-kischen, von Karl dem Großen, seinen Pairs und ihren Geschlechtern,beschäftigt, die einen wahrhaft epischen Cyklus bilden, den ich leider!nicht mehr werde ermessen können. Die Ordnung dieser Sagen nachden verschiedenen Völkerstämmen, woraus die französische Nationzusammengesetzt ist, schien mir wesentlich.
Was ich mir gesammelt, gedenke ich in Übersetzungen und Be-arbeitungen auszuarbeiten. Unter Bearbeitung meine ich jedoch nurEntkleidung der lebendigen Sage von entstellendem Gewände, dennich spüre diesen Sagen nicht blos auf der Bibliothek, sondern auchin Volksromanen und dergleichen nach. Die alten Heldengedichtesind meist in ernsten feierlichen Versarten verfaßt, eine davon nähertsich der Versart der teutschen Niebelungen, oder ist vielmehr dieselbe,nach dem Geiste der französischen Sprache modificirt. Diesen epischenStücken hätte ich gewünscht einige lyrische Anklänge in Romanzenund dgl. voranzusenden, allein ich konnte in dieser Art noch nichtsvon Bedeutung finden, als die Romanze, die Sie mir zurückgelas-sen.*) Ich habe sie übersetzt, wie hier folgt, die Beibehaltung des-selben Reims durch das ganze Stück, die mir wesentlich schien, legtefreilich einigen Zwang auf. Würden Sie mir etwa gestatten, dieseUebersetzung zu dem Uebrigen aufzunehmen? oder würden Sie mirvielleicht gar noch Einiges dieser Art zur Uebersetzung mittheilenkönnen? Alles was zum Alterthümlichen gehört, Lied, Romanze,Sage, würde mir höchst willkommen sein. Auf jeden Fall aberbitte ich Sie, mir von dem Fortgang Ihrer Sammlung von Volks-liedern Nachricht zu geben.
Es steht vielleicht noch lange an, bis ich meinen gesammeltenVorrath verarbeitet habe, ich werde jedoch vielleicht vorläufig Einigesin Kerner's Almanach niederlegen.
y Die Königstochter. Vgl. Bd. S. S. 284.