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diesem Betracht unterscheidet sich Bsranger nicht von andern Fran-zosen; er besingt hergebrachter Weise die Lust. Von etlichen un-sittlicheren Liedern, die, sei es zu seiner Ehre gesagt, zu seinenschwächsten Erzeugnissen gehören, sagt er selber, sie hätten gutenVorschub seinen politischen Gesängen geleistet, die ohne ihr Geleitminder leicht so weithin, so tief hinab und so hoch hinauf gedrungenwären. Er kennt sein Volk.
Wir haben in dieser Hinsicht unfern Autor oft mehr verdeutschtals übersetzt. Er selbst kommt in manchen seiner Dichtungen undSittengemälde dem deutschen Geiste näher, als irgend einer seinerLandsleute, die er alle an poetischer Tiefe übertrifft*).
Der ebnusonuier Bäranger hat seine Zeit ausgefüllt; seineolmnsous werden diese Zeit, nachdem sie abgelaufen ist, überdauern;theils als Monumente derselben, theils wegen ihres eigenen poeti-schen Werthes. Wir übergeben gegenwärtigen Auszug, in welchemwir vermittelnd eine merkwürdige Erscheinung der deutschen ge-lehrten Welt näher zu rücken versucht haben, dem Geschichtsforscher,welcher ihm einen Platz in seiner Bibliothek neben den Denkschrif-ten, die die Restauration betreffen, anweisen mag, und dem Freundeder Poesie, der unter der gesammten europäischen Literatur nachihren verschiedenartigen Blüthen forscht. Manche Lieder durftenaus dieser Sammlung nicht ausgeschloffen werden, die außerhalbderselben zu erscheinen sich nicht eignen würden. Manche, im schnel-len Laufe der Zeit veraltet, hätten bereits zu ihrem bessern Ver-ständniß historischer Erläuterungen bedurft, die wir jedoch zu gebenuns nicht berufen gefühlt haben. Daß wir nicht Sinn und In-halt vertreten wollen, bedarf nicht bevorwortet zu werden. UnsereZeitungen leihen arglos ihren Widerhall Deklamationen der eng-lischen und französischen Rednerbühnen, die oft grell genug ihremeigenen Sinne widersprechen. Wer zum Beispiel möchte sich be-leidigt fühlen, daß zu jener Zeit der Franzos, selbst mit Unrecht,wider die Fremden eifert, die sein Vaterland überzogen und ihnin seiner Hauptstadt gedemüthigt haben?
*> Z. B. der ewige Jude, die rotye Hanne, der Winter, dieSchwalben u. s. w.