Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
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282
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Bemerkung verleitet: er suche auf diese Weise sich beliebt zu machen.Ich glaube diese Beschuldigung, zu welcher ich die Veranlassung ge-wesen bin, zurückweisen zu dürfen. Allerdings hat sich Freiligrath beimir beliebt gemacht; zuerst, wie bei allen Freunden der Poesie, durch denReichthum und die Fülle seiner Ader, durch die Ursprünglichkeit undGewalt seines Gesanges. Also nahm ich (1835) in den deutschenMusen-Almanach, der hauptsächlich dazu bestimmt sein soll, solchenDichtern Eingang zu verschaffen, die ersten Gedichte, die ich vonFreiligrath sah, mit einer Freude auf, die mir selten in gleichemMaaße zu Theil geworden ist. Ich habe in der Folge aus seinenLiedern auch den Sänger persönlich schätzen und lieben gelernt, denliebwerthen, bescheidenen, fremdem Verdienst begeistert huldigendenSänger, der nicht sich nur vergöttern will, nicht sich nur in derDichtung liebt, sondern unbedingt unbefangen Flammen fängt, so-bald ihm der Funke der Poesie entgegensprüht.

Ich überlasse es Anderen, Freiligrath mit Platen von Haller-münde, dem er nach dessen Tode einen Lorbeerkranz geflochten hat,zu vergleichen. Man schlage in der Sammlung die Gedichte nach:S. 207.Der ausgewanderte Dichter." S. 234.Bei Grabbe's Tod." S. 251. u. a. m.

Was aber Freiligrath vermocht hat, die Zuneigung, die er mireingeflößt, zu erwidern, will ich aufdecken. Ich habe mich veranlaßtgefunden, in vertrauter Mittheilung den jungen Dichter auf Abwegeaufmerksam zu machen, welche einzuschlagen er verleitet werden könnte,und habe gegen ihn über Gedichte, die er später unterdrückt hat, denschärfsten Tadel, den je die Kritik hätte ergießen können, schonungs-los ausgesprochen.

Daher die gerügte mir schmeichelhafte Stelle jenes Gedichts,daher mein Name vor der Sammlung seiner Lieder.