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6 (1864)
Entstehung
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anschrie, aufzustehen, wenn eine Thüre zugeinacht werden sollte, undseltsam genug, gegen die Theorie der Physiologen, wenn ich träume,so ist es immer vom Vaterhause oder höchstens vom Regiment vonGötze.

Leben Sie recht wohl, und gedenken Sie in Güte

des alten FreundesAdelbert v. Chamisso.

44 .

An de la Foye.

Berlin den 3. Juni 1835.

Es sind Jahre verstrichen, seit wir uns nicht geschrieben ha-ben; seit Jahren will ich an Dich schreiben, und weil ich einenlangen Brief machen will, finde ich die Muße nicht und setze esimmer weiter hinaus. Du hast indeß doch Liebes- und Lebens-zeichen von mir erhalten, z. B. die zweite Auflage meiner Gedichte.Ich habe von Dir kein Lebenszeichen wahrgcnommen, und ich weißin der That nicht, ob Du lebst und ob diese Zeilen nicht in denWind verhallen werden, der über Dein Grab weht. Wir ziehenundder Tod hält Musterungen, wen er soll von

dannen tragen."

Mit mir, mein sehr theurer Freund, scheint es auf die Neigezu gehen. Ich habe von der Grippe ein Nebel zurückbehalten, wasmich untergräbt. Anscheinlich ein Geschwür in der Lunge in derGegend der rechten Achsel, aus dem ich täglich etliche Tassen Eiterausleeren muß. Ich magre ab und die Kraft schwindet, sonstist selbst die Lunge ganz gesund. Verschiedene Versuche (lmt exxe-rimentnm in anima vili, pflege ich meinem Arzt zu sagen, der darauf»lmt" antwortet) haben zu nichts gefruchtet und ich gehe jetzt nachdem Brunnenort Reinerz in Oberschlesien, wenig an die Wunderglaubend, die man davon erzählt. Fruchtet es, so will ich es Dirzu seiner Zeit sagen. Ich bin indeß sehr ruhig und heiter, Va-ter von sieben gesunden Kindern, meine Frau ist wohl, undwas