Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
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nik harmlos hin und her, oft mich freuend und verwundernd, daßdie Jungen in der Schule meine Gedichte recitiren und sie, wie ichnicht erwartet hätte, durchgedrungen sind, was mich mehr als gün-stige Recensionen erlabt.

Sehen Sie denn, meine theure Freundin, daß es doch nochMenschen giebt, die nicht Ursach zu haben meinen, mißvergnügt zusein, und lassen Sie mich wissen, daß auch Sie noch fortwährendzu dieser seltenen und begünstigten Sorte gehören. Ich umarmeherzlichst Asstng und küsse Ihnen gar liebevoll die Hand.

Adelbert von Chamisso.

Ich habe Varnhagen lange nicht gesehen; ich habe ein paarMal die Reise zu ihm unternommen und ihn nicht zu Hause ge-funden.

Unserem Wilhelm Neumann geht es sehr betrübt; seine Frauist gemüthskrank und zu einem Heilversuch in ein Krankenhaus unter-gebracht.

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An de la Foye.

Berlin den 2. Juni 1832.

Es ist wieder ein Jahrhundert her, mein viellieber Freund, daßwir uns weder Hand noch Gänsekiel gereicht haben, und so mirrecht ist, liegt an Dir die Schuld, wenn ich sie nicht gar mit

Schrecken weiter suchen muß. Du mußt namentlich meine Ge-

dicht-Sammlung erhalten haben, wovon mein Bruder ein Dir be-stimmtes Exemplar unter anderen erhalten hat. Ich hätte daraufLiebes- und Lebenszeichen von Dir erwartet. Ich habe Dir von mirzu sagen, daß wir, ich und die Meinen, bei fortgesetzter Vermehrungder letztem, uns wohl und auf dem alten Fleck befinden. Zwei

Jungen, zwei Mädchen und noch ein Junge und dann noch, was

Gott will und zu seiner Zeit offenbaren wird. Die Zeitung wirdemsig gelesen; die Zeit theilt sich zwischen Botanik und Poesie, und