Druckschrift 
6 (1864)
Entstehung
Seite
52
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besser weißt. Wir sind vermuthlich schon da, vielleicht schon wei-ter. Schreibe mir, wie Du verstehst, nach Kopenhagen, wo esmöglich wäre, daß wir auf einen Tag anhielten, schreibe mir nachKronstadt, nach Petersburg schreibe einen Brief und laß ihnzehnmal abschreibcn mich gereut's, seidene Strümpfe anznziche»,in die Salons von Petersburg herumludern zu gehen und nichtzu wissen, ob die Welt noch die Welt für mich ist, ob Du lebst,was aus mir werden soll; ich will da nicht bleiben, so lange es ei»Anderswo giebt oder ich müßte mich sehr irren.

Wisse, daß falls Du und Andere mir nach Kamtschatka ge-schrieben, ich nichts erhalten wir sind nicht dahin zurückgekehrt übrigens lohne es Gott dem, der christliche Liebe gehabt.

Die Reise im Ganzen genommen gut, die Gesundheit unerschüt-terlich und ich wahrlich, wahrlich ganz der alte, vielleichtnur wie mein Haar ein wenig blässer. WaS sollte ich Dir sonsterzählen ich bin ja da. Lebe wohl, mein Eduard!

Aus England.

Dienstag 16 . Juni.

Wir treffen heute Abend vom Kanal in Portsmouth ein, blei-ben allda gegen zehn Tage, treffen wohl in den ersten Tagen desAugust in Kronstadt ein wo nicht früher ich will und werdemich nicht in Petersburg aufhalten lassen. Ich will in den erstenTagen des September, die günstigste Zeit, mich in Kronstadt fürStettin wieder einschiffen und mit mir nehmen, was ich von mei-nen Sammlungen behalten werde und das muß und wird eingroßer Theil sein gegen 20 Kisten große und kleine. EineAnmeldung und kräftige Empfehlung an den preußischen Konsul inKronstadt könnte mir sehr nützlich werden, an die Gesandtschaft inPetersburg vielleicht nur angenehm. In Kronstadt muß ich michaus- und einschiffen, eine Niederlage für ineine Kisten haben u. s. w. meiner Sammlungen endliches Ziel meine Pflanzen ausge-nommen ist das Berliner Museum sollte sich das Departc-