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es für die Naturwissenschaften, auf dem Wege der Erfahrung. DieFreunde selbst haben mir nie einreden können, daß ich zum Dichtergeboren, und von müßiger Spekulation wend' ich mich mit lleber-druß ab. Der Professor ist Student worden, — 8tu<liosus Lleäi-eiuss; die Medizin zu praktiziren ist eben nicht der Zweck, den ichmir Vorsitze; ich hoffe, in einigen Jahren vor mir zu stehen als einMann zu einer gelehrten Reise reif, tüchtig und brauchbar-, undfehlt die Gelegenheit, so ist es mir doch um mich nicht bang. Frei-lich, Liebe, fühl' ich, bei meinem Alter, auf wie viel ich im LebenVerzicht thun muß, wie viel bereits von mir abgefallen; aber ichfühle mich wie im Vorhofe verständig und gut angelangt, da ichnun den Weg vor mir sich fest hinzeichnen sehe. Der Fleiß überdieserfüllt wohler das Leben, als müßiges Brüten und zierliche leereGeselligkeit. Auch habe ich mich mehr und mehr aller weitern Ge-selligkeit entzogen und lebe nur desto inniger verbunden mit ein PaarFreunden. — Sie sagten mir hier, ich hätte meine Lustigkeit einge-büßt; mag sein, bin ich doch wirklich heiterer geworden.
Ich wünschte, theuere gute Rosa, Sie hätten Freude an diesemBrief, wie ich Freude daran habe, ihn zu schreiben. — Freundlichund klar als ein guter Genius sind Sie mir oft erschienen, und ichhabe Sie als einen solchen geliebt und verehrt; da ich nach vielenSeitenschritten Schritte vorwärts nun zu gehen glaube, und ohneUnmuth mich Ihnen zeigen mag, möcht' ich, daß Sie mir Beifallzulächelten. — Ich bin wirklich durch das, was ich gethan, mitmeiner innern Natur in bessere Eintracht gekommen.
Varnhagen sagte mir, Sie hätten den Plan, im künftigen Früh-jahr eine Reise hieher zu machen. Sie würden mich doppelt er-freuen, wenn Sie mir dies bestätigten. Wie gerne wollt' ich SieWiedersehen! nun aber muß ich meinen Studien ungetheilt stöhnen,vor künftigem Spätsommer kann ich nicht abkommen, und wer weiß,ob auch dann! — Leben Sie wohl, theure gute Rosa, lassen Siemich von Ihnen hören, und hören, daß es Ihnen immer geht, wieSie es verdienen und wie ich's Ihnen wünsche. — Grüße an die,welche noch meiner im Lande gedenken.