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nem Nachlaß findet (einige Capitsl von Fouqrul's, andere von Cha-miffo's, andere von Contessa's Hand). Bei seiner Abreise im Som-mer 1815 versprach Hoffmann sich an seiner Statt des Buches an-zunehmen*), scheint aber sein Versprechen nicht gehalten zu haben-,es blieb unvollendet. — Schon begann übrigens der im Sommer1814 erschienene Schlemihl Aufmerksamkeit, ja Aufsehen zu erregen.
Die nachfolgenden während der eben geschilderten Jahre ge-,schriebenen Briefe werden das Bild dieser Zeit ergänzen.
141.
An Fouquö.
^Berlin, 17. November 1812.)
Inniger Gruß und Bruder-Umarmung! Es ist lange, daß ichDir schreiben will, und nicht dazu kommen kann. Ich habe wirklichwenig Zeit, und Du kennst mich! Ich stecke noch in alten quälen-den Briefschulden, und will es noch damit länger anstehen lassen,um nur einige Worte mit Dir zu haben, — lieber, guter Freund,schreiben geht mir itzt nicht so sauer von der Seele, ich habe ver-ständig gewählt und gut ausgeführt; für mangelndes Glück Hab' ichSelbstzufriedenheit erlangt, und Heiterkeit für die Lustigkeit, die ichauf meinen Kreuzwegen an den Dornensträucher! hängen lassenmußte. Ich spinne den alten Wurm in mir ein, mein Studiumgenügt mir, ich gefalle mir mitten unter den Knochen, die ich ken-nen lernen will**), in meiner Tabaksbrennerei, und mir wird wohlin Bruder Hitzig's Familie. Von der übrigen Welt weiß ich undwill ich weiter nichts wissen. — Das Nächste eben ist mir dasNächste, ich bin in meinem zweiunddreißigsten Jahre ein treuerABC-Schütz, der sich freut, es so weit gebracht zu haben, weil erweiß, daß er so nachher buchstabiren lernen will, und lasse immer-
') Vgl. Bd. 6. S. 20 (in dem Brief aus Plymouth v. 27. September).Auch einen andern Novellenstoff hatte Chamisso Hoffmann zurückgelassen, wieaus dem Briefe des letzteren an Lichtcnstcin erhellt, der dem 2. Bande von Hoff-mann's Leben und Nachlaß als Faksimile beigegeben ist.
**) Das Collegium über Osteologie, welches er bei Knape hörte.