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thun, was man will, oder wollen, was man thut, auch will ichjetzt als inein eigener Herr bei meinem auf Deinen Anstoß unter-nommenen botanischen Studium hier den hohen Sommer erwarten,sodann ins Gebirg und nach vollbrachter Wallfahrt, mißgönnen esda nicht die Zeitumstände, leise nach meinem Norden abrutschcn. —Heimweh treibt mich dahin, das Gefühl, daß ich mich nur dort häuslichuiederlassen kann und darf, nur dort gedeihen kann, und daß es Zeitwird, mich nach dem Steine umzusehen, worauf oder auch worunterich mein Haupt ausruhen kann. — Darüber versäume ich selbstdie Reise nach Italien, wozu mich meine Schwester mahnt — unddie ich so traurig, einsam, gleichsam vom Hause abgeschnitten, schlechtgenießen möchte — kannst Du Dich in mich hinein denken — wassagst Du zu dem allen? — Ich kenne schon nach de la Marc undDecandolle an ein paar Hundert Blumen, doch will es mir ebennicht hell werden in der Blumenwelt, die stillen unschuldigen Blu-men unterhalten mich wirklich besser und vertraulicher als Mensche»und dennoch ziehen sie mich noch nicht recht an. Ich fühle michsehr ausgestorben, eingeschrumpft, verscheucht, alles Licht verblaßt —fremd. — Bei Eduard und Fouquö mag es mir wieder besser wer-den, oder nimmermehr.
Lebe wohl, mein vielguter, schreibe mir bald noch einmal hierund gut — ich umarme Dich herzlich — ich lese schon ziemlich fertigenglisch — i<l esi mit den Augen, ahne aber gar nicht einmal, daßman das Zeug nur aussprechen könne, geschweige denn wie — ichHabs an 20 Stücke von Shakespeare gelesen und ihn immer großund größer, gediegen und gediegener gefunden.
Heute war hier im Hause ein trauriger Tag.*)
') Wahrscheinlich der Tag der Abreise der Frau von Staet. Wgl. Vr. 140.Hitzig hat kein Datum angegeben. Daß der Brief vor dem nächstfolgenden ge-schrieben ist. ergiebt sich nicht nur aus dem Inhalt, sondern auch aus Ehamiffo'SBriefjournal.