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5 (1864)
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und schien doch ergriffen, er liebt Dich wohl, aber Du bist dochnicht mehr Seide, und er möchte gar zn gern Mahomed sein. DasDing mit Fichte wurmt ihn, mit Jean Paul hat er nun selber garnichts, kurz Du bist aus der Schule und hast es mit seinen Feindengehalten. Gegen mich ist er freundlich, artig, aber ich tauge ihmdoch nicht recht, und wirklich kann er mir auch nicht gebieten, wieder Alte vom Berge seinen Assassinen. Er liebt Dich, ich bin'süberzeugt; um einem die Hand zu drücken, müßte man doch nichtso viele Umstände machen; aber wenn man es lange nicht gethanhat, wird es schwieriger, es geht da wie beim Reisen. Er machtemir geltend, er habe Dir seine Bücher geschickt.

Ich habe Dir für das nicht schreiben geschrieben, wie einer, demman mit einem Laternenpfahl gewinkt, er hätte sein Geschriebeneseben so gut ungeschrieben sein lassen. Ich soll mich wundern, wasDu zu Oonaxa*) sagen wirst; Du bist aber kein unbestochener Rich-ter und ein Freund müßte es Dir gar arg machen, daß Deine Liebezum Vater nicht das Kind mit umarme. Leb wohl, Guter, wiemöcht' ich Dich an mein Herz drücken, wie möcht' ich vor Freudeweinen, springen, an der Erde mich wälzen in Nennhausen. Ichstehe hier gewissermaßen wie ein Offizier im Feld, der seinen Abschiednicht nehmen darf, die Frau ist sehr unglücklich, ich diene ihr;hadern wir auch zuweilen zusammen (jetzt nicht), so kann ich viel-

') DaS Lustspiel fand bei den Freunden eben so wenig Beifall, als bei Frauvon Chczh, vgl. d. folg. Brief. Fouquv, dem Hitzig und Neuniann beistimmten,bemerkt in der Antwort auf diesen Brief (vom. April 18l2) u. a.:Conarahat mich erfreut, insofern er Deine eigenthümlich kräftige Sprache und die liebe-volle Gewalt, mit welcher Du unsere deutsche Zunge Dir zu eigen gemacht hast,kund giebt. Aber mit dem Gegenstände, an welchen! Du Deine Kraft versuch-test, kann ich nicht gleichermaßen zufrieden sein.' Ich leugne nicht, daß eine ge-wisse Dreistigkeit und Konsequenz darin herrscht, eben indem Alles um dcS Gel-des willen und durch das Geld geschieht, ohne daß ein anderes Mono irgend zurSprache käme; aber es ist doch eine so gar unerfreuliche Konsequenz, und man

wendet endlich die Augen mit Unwillen von all' den Rechnern ab."--Der

Stoff selbst hat wenig Dramatisches und der Verfasser war nicht Dichter genug,eS mit den rechten Beschwörungsformeln daraus hervorzurufcn." Die Ueber-sctznng wurde weder aufgcführt noch gedruckt. Auch das Manuskript ist nichtmehr vorhanden.

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