Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
Seite
262
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Den ersten von Ihnen geschickten Brief hat der spanische Gesandtezu besorgen übernommen, den letzten die Wittwe Levy, geborne Jtzig.Zugleich haben wir ihm auf alle Fälle hin einen Credit von achtLouisd'or in Wien eröffnen lassen. Das Letzte bloß Ihnen gesagt,da seinem drängendsten Bedürfniß abgeholfen zu wissen Sie freuenkönnte, und ich und Sic vielleicht auch nicht wissen, was Ihnenund Andern in diesem Punkte zu thun und zu lassen geziemt odergut dünkt. Der treue, leise, gute Neumann war eben auf Besuchhier, und wir haben Alles vereint angeordnet. Erschrecken Sicnicht, grämen Sie sich nicht über den Bruder. Es ist Alles gut,paßt Alles in seine abnormen Wege, Versuche und Hindernisse rechtwohl. Er hat eine neue Reihe schöner Erfahrungen gesammelt, siebezahlt und das Bezahlen selbst ist neue interessante Erfahrung. Erwürde selbst heute nichts ungeschehen werden lassen, wenn man indie Vergangenheit hinein arbeiten könnte, wie man geschäftig ist, esin die Zukunft zu thun. Ich bin mit ihm in seiner und meinerArt sehr zufrieden, und nehme für ihn die Hoffnungen des Schick-sals an. Das Krankenlager stimmt ihn weicher und milder; setzenwird er sich aber nicht und der alte Vogel wird aus dem neuenNeste herausfliegen. Wohin? Ei nun, zwischen Gottes Himmelund der grünen Erde! Da ist auch ein luftiger Raum. LebenSie recht wohl, gute Schwester; an Fanny meinen innigsten Gruß.Leben Sie innig wohl und lassen Sie mich von sich selber Erfreu-liches wissen.

A d e l b e r t.

100 .

An Fouqu«.

^Berlin 18W.1

Heute noch nur ein bloßer (nicht militairischer, sondern freund-schaftlich literarischer) Denkzettel und kein Brief. Hiebei unsersKriegs-Doktors (das sind in China die Mandarinen ersten Ranges)geschätztestes Opu8. Meine und der Hertz Danksagung. Ver-