Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
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88 .

An Fouqu«.

Merlin Anfang Februar 1809,1

Ich habe mich »nt schreiben an Dich überhaupt so wacker ge-halten, daß ich nicht heute lange Worte machen will über die Schuld,in die ich mich gefallen finde. Nur flüchtige Worte in Erwartungdes Händedrucks, den Du Dir noch in diesem Monate zu holen hast.— Deine Briefe sind gut und ich danke sie Dir herzlich und innig,jegliche wie alle, Du hast aber bereits von mir erfahren können,was noch besser ist. — Ich bin ein dem Schreiben gar abholdesKreatur! — Besser doch wahrlich für mich, ich fühle es selber, ichschriebe und dichtete wieder. Doch, inniger Theurer, giebt es baldBlumen und bald Schnee, und man nimmt es, wie es kommt;meinte doch jener aus der Anekdote, selbst die Hölle müßte doch auchauszuhalteu sein.

Bernhardi's Jungen habe ich noch nicht zu sehen gekriegt, erwar jedesmal beim Großvater.

Mit Neumann sseiner Fortsetzung des Romansj hat es sichschon wieder gelegt, wie Du sehr richtig geurtheilt hast.

Dein Brief ist durch Rahel an die Spazier abgespaziert, unddie Adresse dieser Dame klingt nicht anders, als an die HofrathinSpazier in Leipzig, wonach Du Dich zu richten und worauf DuDich verlassen kannst.

Mit aller Liebe ganz der Deinige. Vergiß meiner nicht imBesten zu gedenken bei den Deinen.

N d e l b e r t.

89 .

An Varnhagen in Tübingen.

Berlin den 21. Februar 1809.

Ich finde mich eben bei Neumann ein, da er sich an Dich zu