Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
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Rückkehr, meldet, hat er noch nichts geschrieben, kommt er dazu,wird cs hoffentlich auch gut gehen, und er wird unterstützt.Deinem Befehle ist treu nachgelebt worden, in Betreff des in dieZeitung einzurückenden Epigramms. Hitzig hat noch einen Rück-fall seiner Krankheit gehabt, welches ihn verhindert hat mich aufdieser Wandrung zu geleiten, welches aller Seiten der Wunsch war.Ich führe aber Fouquon nach Berlin wieder mit, welches zum Er-satz dienen möge.

Wie ich Berlin verließ, war noch nichts Diplomartiges angc-langt, der Mäkler meinte, vor lauter Königen und Fürsten müßtendie voetores vernachlässigt worden sein.

Am Abende des Tages, wo (im Nothfall mit Militair - Exe-kution) die Bernhardi'schen Kinder von der Mutter genommen wer-den sollten, hat Tieck mit Pässen der Nunciatur das ganze Nest auf-gehoben und fortgeschafft, man glaubt sie in München.

Ich habe die Nachrichten oben vorangeschickt, in der Hoffnung,lieber Varnhagen, daß ich später an das eigentliche Schreiben gelan-gen würde, doch ist es mir itzt nicht so, als könnt' ich mich, oderirgend etwas von mir, schreibend mittheilen; drum zürne mir nicht,ob ich Dir nur heute die Hand freundlich drücke, Dir dankend fürDein Andenken und die mildfreundschaftlichen Worte, die Du mirgegeben, und die mir wohlgethan haben. Man muß seine Freundenehmen und dulden wie sie eben sind, arm, reich, stumm, an Wor-ten überschwellend, und auch Krankheiten ihnen vergeben. MitSchlägel und Meißel läßt sich aber an einem Lebendigen nichtsbessern oder kuriren. Drum, Lieber, nimm mich wie ich eben bin,ich brüte in mir selber, werde zwar schwerlich etwas Rechtes aus-hecken, und kann nicht in Worte mich ausgießen; Du, wenn Du esvermagst, rede mit mir, und laß unS freundlich und freundschaftlichverbunden bleiben. vor

A d e l b e r t.r. r. 77. cl .