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5 (1864)
Entstehung
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wie Moses an den Felsen an mich schlagen, um lebendiger WorteQuell aus mir zu ziehen. Ich weiß nichts zu schreiben, als daß ichnichts zu schreiben weiß, und in diesem albernen Kreise drehen sichauch die wenigen kümmerlichen Briefe, die ich schreibe, und bei demfreut es Niemand mehr als eben mich, Briefe zu erhalten. WieIhre ruhigen, heiteren, freundlichen Worte mir wohl thun, haben

sie auch Fouquä innig erfreut.- Meine nächste Aussicht

ist, den Winter hier wie ein Murmelthier zu verschlafen und zu er-warten, wie denn mein ganzes Leben duldendes Erwarten gewesenist. Das erwachende Jahr wird mir vielleicht die mit Brettern ver-nagelte Welt an irgend einer Ecke eröffnen; manches ruft mich nachSüden hin, und vieles hält mich im Norden fest." Um die-ser peinlichen Lage zu entgehen, dachte er im nächsten Jahre sogardaran, sich der Oekonomie zu widmen (vgl. Br. 87 u. 105.)Sollich nicht zu Grunde gehen, heißt es in einem Briefe an RosaMaria vom September 1809, muß sich, muß ich mein Leben ge-stalten; Sie haben mir das Herz schwer gemacht. Doch hören SieWünsche und Träume, wie ich mit ihnen, wie sie mit mir spielen.In diesen! Winter muß cs treiben oder auch verdorren, wie mancherandere Keim in meinem Leben. Müde des Stadtlebens und desMüßiggangs, aus allen Bahnen geschlagen, den Menschen entfrem-det, aus der Geschichte verschollen, möcht' ich an die Erde mich wen-den, und es reizt mich das Land. Der Staatsrath Thär (einerder drei Lehrer der Landwirthschaft) will mich zu sich rufen, unrliterarische Hilfe ihm zu leisten. Bei ihm würd' ich praktisch undwissenschaftlich sein Gewerk erlernen, und die Zeit ist günstig.Könnt' ich nur meine Kapitale aus Frankreich losmachen und be-ziehen, so würd' ich (vielleicht zu Johanni des zweiten Jahres) eineErbpacht antreten und, Herr der eigenen Pfähle, der Erde Nahrungund Frohsinn «bringend, nach Wunsch und Bestimmung die sorgsamsegnende Wirthin, die Gebieterin des Hauses und des Hofraumsunter mein bescheidenes Dach einführen können! Dann könnten auchnoch die Musen mein Leben verschönen! Ich bereute oft, daß ichIdeen laut werden ließ, die der nächste Schicksalshauch nieder-wehen mußte; dies auch in Gottes Hand." Auch dieser WunschV. 15