kunst in ihre Ferne entgegen gehen, und der Gegenwart pflegen hei-ligen Sinnes. Voller Jugend und Anmuth ein Kind, ein ge-schmeidiges Wachs, darauf vielleicht der heilige Siegel sich beschöntabdrückte? — rix 7r(>öx zrk,- Laß mich sie nicht sehen, das Litt'ich Euch.
Das sind die Klänge meines Herzens bei der Berührung DeinesBriefes; ich thue keinen Schwur, aber erwartet mich. Ja. —
Ich habe Lafoye noch nicht gesehen; weiß itzt nicht, wo ich ihnsehen werde; er schreibt mir, daß er eben itzt vielleicht nach Deutsch-land in die kourrages äs In granäs armäs zu Gelds gehen wird.Verhält es sich also, muß sein Weg über Paris, diese Oede undEure Stadt gehen. Ich will noch heute an ihn schreiben. Ich mußihn sprechen und er mich.
An Koreff will ich auch noch schreiben. — Seltsam, seltsam!so liebevoll, so reich, so unternehmend, und so unnutzbar; ich bin,ich sühl's, für die Bibliothek zu Paris noch nicht reif, noch der Mannnicht, der auf eine schroffe Klippe inmitten des öden Meeres ein Hausbauen kann. (Ihr wißt doch, daß Koreff die Idee gehabt, mich daein Zelt aufschlagen zu lassen und anzustellen.)
Ihr aber müßt Eures Werkes Pflegen, müßt mir malen, ver-führerisch mir malen, wie ich unter Euch sein werde, wie das Ge-mach, die Tische, die Bücher, welche aufgeschlagen sind, was Ihrlernt, was ich lernen werde, was Ihr mich lehren wollt, unsrenächste Zukunft mir sagen, unsre Kollegien, ob und wie und wannwir wandern, die günstige Zeit mir bestimmen, da ich mich einzu-stellen habe. —
Sechs und zwanzig Jahre bin ich alt, und wie gelehrt Ihr schonseid, also unwissend bin ich noch, — so sehr verspätet Hab' ich mich;— Leben weiß ich — ja; aber auch zu Brodämtern seid Ihr taug-lich schon, und selbst es werden kann ich nimmermehr, — also re-det die Klugheit. Kinder, Kinder! Lerne Du zart mit mir umgehen,Karl! Der empfangend sich neben zu setzen getrauend würdigt, istleicht verwundbar; möglich der Fall, daß Deines Hauses Dach michFreund und Gast empfange! — Bloße Träume.
Gehalten und ergreifend Dein herrlicher Brief, — Karl, und