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Deines Fortschreitens Meilensäule; vor Tagen hättest Du nicht alsoweise, still und mächtig gesprochen. Seiner Dank, dieser, — Dankohne Worte, bewegtes Wellenbild des tiefen Himmels.
Die Schwägerin, bei der ich hier Hause, ist ein gar von Gottgeküßtes Kind, jung, rasch, fest, wissenlos, liebevoll und empfänglich.Zu ihr heg' ich Zutrauen, ich klage ihr alle meine Nöthen, sie hatmich lieb, und wünschte, ich könnte bleiben. Gute Victorine!
Von noch einem Wunder unseres Kreidenlandes will ich Euchsagen. — Hier treibt eine Kokette, durcb zahllose Siege berühmt,ihr Wesen. Alle kommen, sie wissen's, wollen ihrer höhnen, kommen,und werden Raub, — ein junges, eben nicht schönes Mägdlein; —auch ich weiß es — und gehe hin, zum Studium nur und freudigemSpiele. Was wird sie mit dem glatten runden Deutschen anfangen?— schon bei erster Sicht hat sie mich gewürdigt, ich merk' es wohl,ihrer Bemühung. Ich werde doch nicht sie lieben. Alle sagten zwarein Gleiches. — Run, Pauline, — halten wirst Du mich mindestensnicht, aber mir geben Dein Bild für meine Agrippina, — Sirenemeines Kreidenmeeres.
In den letzten Tagen zu Hameln, lieber Wilhelm, habe ich garvon keinem Briefe erfahren; Deinen ersten aus Göttingen erhielt ich,und ich habe aus einem Briefe von Fanny sHertzj zu ersehen ge-glaubt, daß auch Du meine Antwort erhalten hast (das bejahe mirja, aus bewußten Gründen). — Wie ich reiste, übernahm inein dor-tiger Gastfreund Pastor Wichen an Dich zu schreiben, auf daß Duaußer Sorgen wegen meiner kämest.
Gutes Kind, Du sagst mir, ich fände ein Vaterland, wohinich nur mich wende; nein, es verhält sich anders, wo auch ich sei,entbehr' ich des Vaterlandes. Dort ist der Boden mir, und dortdie Menschen fremd, — drum muß ich immer mich sehnen.
Lafoye's Bücher sind endlich, endlich angckommen. Lebt wohl,Kinder, und grüßt alle meine Freunde — Karl von Raumer (?),Blanc, Schleiermacher, — Neander, — Berlin und ja recht herzlichHamburg. Was macht Deine Schwester, Karl? —
Ad elbert.
r. r. ?r. «.