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5 (1864)
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stelle nehmen, und ich bis auf weitere etwa deutsche Ordre michhäuslich bei Dir niederlassen nirgends wär' ich besser gebettetund aufgehoben. Das dünkt mich wie unser alter Traum. Wirbrauchen nur eine Stube und ein Bett, bist Du auf Deinem Bureau,quäl' ich mich und die deutsche Sprache redlich daheim, daß Versedraus werden; bist Du wieder da, umarmen wir uns und plaudern.Die Jungen erziehen wir gemeinschaftlich und lernen selber was,wenn wir können. Das sind so meine Gedanken, setze die Deinendagegen. Dann wird der liebe Gott nach seinem vorbehaltenenRechte entscheiden.

Ich kann Deinen Brief nicht ubwarten und schreibe Dir schlechtaus dem schlechten Vertus. Wir sehen uns doch über kurz oder lang,dann werden wir uns ausplaudcrn. Ich schicke Dir immer nur ab-gerissene Worte und behalte den Busen voll.

Ich habe ein angefangenes Gedicht zu lesen und bei Dir zuvollenden, denn früher komme ich nicht wieder dazu. Keine me-trische Zeile seit dorten.

Adelbert.

69 .

An Varnhagen und Reumann in Halle.

Vertus den 27. Januar 1807.

Was könnte noch sich fügen, das von Euch mich trennte?Bereitet mir in Eurer Wohnung Raum, daß, wenn die Schwalbenkommen, ich von dannen ziehe und suche meinen Ort. Ja ich sehntemich zwiefach getheilt, und zwiefach getheilt sehnet sich noch meinHerz. Aber Dein Machtwort, Freund und Rather, hegt Heil.Drum. Aber wenn die Tage des grauen Alters mich Einsamenstumm und kalt überschleichen, o mein Karl, öffne die Armemich zu empfahen; vereint, vermählt, Arm in Arm, liebevolle Brü-der, wollen wir kindlich, fromm und vertrauend der verhüllten Zu-