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5 (1864)
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man dies in einem Briefe schreiben?" Aber in Paris kann mannicht gut so etwas sagen oder hören. Es ist ein bedrängtes, ge-schuckeltes Leben im Postwagen.

Ich besuche, aber ohne Ruhe und in schlechter Stimmung,Menschen und Bibliotheken, habe auch mit Freude das französischeManuskript des Reineke Fuchs gefunden, sonst treib' ich nichts, auchHab' ich nicht einmal eine Wohnung, nicht ein Tintenfaß, habe garnichts! Laß von Zukunft mich schweigen-, mit Begierden, die herich brachte, bin ich zur Ruhe verwiesen, ob Spinnengewebe oder Tauevor mich gespannt sind, weiß ich nicht. Laß die Zeiten gehenund kommen. Paris kann eine Schule sein, Frankreich ist mirverhaßt, und Deutschland ist nicht mehr und noch nicht wieder, bistDu doch von Neumann schon getrennt! Genug, ich weiß von mirselber, und werde meiner und meiner Freiheit wählend nicht ver-gessen! Ich werde Dir auch Rechnung von meiner Geld-Habeablegen; nach vier Jahren oder fünf werd' ich etwas über drei-hundert Thaler Einkünfte haben, bis dahin schwerlich zweihundert.Um in Paris nur athmen zu können, ist die erste Summe kaumhinreichend.

Leb wohl, mein Theurer, Guter, es sind alle Freunde herz-lich mitgegrüßt; werden Neumann und Neander zu Dir stoßen?An sie habe ich lange nicht geschrieben, ich habe aber immermehr geschrieben als Briefe erhalten, und Du mußt Deine Brief-schulden abtragen.

Adelbert.

r. r. 7r. «.

Lafoye's Bücher? Von Lafvye habe ich zwei Briefe.

Am 8. Januar 1807.

Ich habe in diesem Monate zu keiner Stunde kommen könnenan Dich zu schreiben, vom Lande, wohin ich gehe, vielleicht mehr, ich habe noch hart zu thun, daß ich selbst in bürgerliche Rich-tigkeit komme. Grüße die Freunde von mir, und schreibe, beiallem was heilig ist schreibe!