181
Stunden von Göttingen, meinem alten Wirthe und Freund, gelegen-heitlich einen Sonntagsspaziergang zu machen und ihm von mir zusprechen, — sagt ihm auch, ich wäre jetzt sehr Freund vom PastorWichen Hieselbst. Sucht seinen Bruder, Kaufmann in der Stadt,auf. —
Ich schicke Dir vielleicht gelegenheitlich das Stuck des Fortnnati,das Varnhagen noch nicht hat. — Wann kommt Ihr — kommenwir nun zusammen! Gott! Gott!
Ich danke Neander sehr den letzten Brief und die sehr wichtige— ob nichts entscheidende — Einlage. —
Möge Euch dies von meiner Hand beschmierte Papier Werthund lieb sein, bis daß ich Euch schreiben kann. — Ich umarme Euchmit aller Liebe, — ewige Bruderschaft — in Noth und Gluck. —Wenn, wie, was, wo Du brauchst, schreibe, schreibe mir, ein halbhundert Thaler sind mir auf dem Weg, haben's nicht schon dieFranken, und krieg' ich sie, bin ich ein reicher wohlhabender Mann,--nt Adelbert.
7 . 7 . 77 . «.
Du sagst mir nichts, ob unser Buch erschienen oder nicht; wiesteht's mit dem? Auf Wiedersehen. —
Bendel ist ein sehr guter Kerl, — was er gethan und gewollt,werde ich Euch einmal sagen, und Ihr sollt ihn ebren. —
Mit einem Päckchen in Leinen, zehn Laubthaler, gezeichnetT'. T'.
6S.
An Fou<i«6 in Nennhausen*).
Hameln den 22. November 1806.
Ein neues Schandmal haftet auf dem deutschen Namen, es istvollbracht das Schmählige, die Stadt ist über.
*) Dieser Brief Wurde zuerst von Varnhagen im Freihafen 1838 ohne Heber-schrift veröffentlicht nnd daraus von Hitzig in die Sammlung der Briefe auf-