Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
Seite
180
Einzelbild herunterladen
 

180

Hunde-Arbeit muß ich zollen, meine Seele zu Hause lassen, unddarf fast nur für die Zeit des Schlafes heim kommen;o» Xttr» Allein wohn' ich auch nicht mehr.

Don Varnhagen aus Berlin habe ich keine Zeile erhalten, obich ihm gleich schon in den ersten Tagen Bande von Manuskriptenzugesandt habe. Mit Fanny Hertz pflege ich allein noch Briefwechsel.Durch sie habe ich nur allein von Karl erfahren, er lebein der Stadt unserer Vergangenheit.

O war' ich bei Euch, Kinder! Für mich ist in diesem Jahr-hundert kein Degen gewachsen, zu einer Feder muß ich noch michretten ob eine wohl mir blühe. Es kocht zu laut in meinerBrust, und alles kann ich nicht mit einzeitigem Guß auf das Pa-pier schütten. Ueberwürdig*) bin ich, ein gedungner Knecht undangebundner Sklav zu sein, frei muß ich sein. Diese auch rich-ten nichts aus, und ich bin gedrückt unter ihnen, mein Volk ehr'ich im Felde, aber wessen Diener und Helfershelfer sind sie, vonwem gebraucht? Und mein schönes, vielgeliebtes Deutschland!mein Sachsen, Halle meine Vaterstadt! Musik, Musik! möchteich ausschreien mit dem im Fasse eingesperrten Wahnwitzigen desMärchens, den Wogen des Meeres überliefert, um nur dies Ge-braust aus dein Kopse zu kriegen.

In einer Erinnerungsstunde schreibe ich Dir das wüste Zeug,

denn ich habe bestanden und bin fest, ob auch aus dem Himmelher, außer noch der Ordnung dieses verkehrten alten Sturmes, An-läufe gegen mich geschehen.

Das Kaiserliche Dekret Bamberg, 7. Oktober hat man-ches zur Sprache kommen heißen, das in mir war, ich bleibegetrost in Reih und Glied gegen mich selber; muß es, nach begehr-tem Ausspruch, und bei dein allen iverdc ich nicht verstanden, undvielleicht wohl gar hegt man Mißtrauen in mich. Ich habe keineZeit mehr, wir sind nun nicht weit, und möge es sich fügen, >daß wir uns einmal nahen können.

Ich trage Euch auf, zum Prediger Meißner in Erbsen, zwei

*) tlcbcrdrnßig?