Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
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trauliche Bitte, ich weiß, daß ich eine kleine Summe Geldesfrankreichsher unterwegens habe, ohne ein Weiteres davon zu wissen; sollte die noch nicht in Feindeshänden sein und vielleicht an Siekommen, so wäre vielleicht ein nicht sicherer mein Name und Titel,und ich würde Sie bitten, entweder durch Ihren Herrn Sohn Hie-selbst oder durch den Pastor Wiehen sie an mich, etwa durch diePost, gelangen zu lassen, es scheinet wohl, daß wir noch langehier bleiben werden. Wir können aber belagert oder blokirt wer-den; dann müßt' ich Sie bitten, auf der Adresse zu bemerken, daßcs Ihnen in solchem Falle zurückgesendet werde.

Die Augen fallen mir zu vor Schlaf und Müdigkeit.Verzeihen Sie mir, thcure Freundin, in andern bessern Zeitenvielleicht komm' ich selber nach Hamburg.

Adelbert.

r. r. 7r. «.

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An Wilhelm Neumann in Göttingen.

Hameln den s. November 18ÜS.

Gerne, Brüder, wollt' ich Eure Schicksale getheilet haben, undnach Leibeskräften erleichtert; ja, bei Gott, bei Euch war' ich frohund stark gewesen, recht eins in meiner Seele. Unschuldiges Ver-schmerzen und LeibeSmühen galt nur.

Muth ist an der Zeit, Kinder, Muth vor dem Feind, Muthzu dulden, handeln, und anschauen. Muth aber auch, die Einheitaus sich selber zu erzeugen, da daS Aeußre nur Spaltungen undZwist darbietet unerhört.

Einen langen Brief muß ich Dir schreiben, und wie wohl wirdes mir thun, mich Armen, Vereinzelten, einmal wieder ausgießenzu können, o liebe Kiuder, lasset uns in diesen vielleicht letztengezählten Stunden, bevor wir berannt werden, uns alle Tage schrei-ben! und zusammensein nach Möglichkeit. Heute wird es mirzu spät.

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