Druckschrift 
5 (1864)
Entstehung
Seite
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ten, Nothwendigkeit, Ewigkeit und inneres Leben ist meine Wohnung.Wir verschanzen uns in Hameln, nachdem die friedliche Ordre derHeimkehr nach Berlin zurnckbcrufen worden, und scheinen hier blei-ben zu sollen — die Freunde indeß üben in Halle beharrlichenFleiß aus.

Pellegrin ist ein Preuße, ein wackrer, markvoller, edler Ritter,wie diese Zeiten schwerlich einen zweiten erzeugt haben-, ich mußtestaunen, da mir diese Erscheinung wurde. Verhältnisse haben ihnvom Dienste abgernfen, nun weint er nach Thatcn, indem er die derVäter mit von der Charis und der Muse geküßtem Munde besingt.Er wird noch, so Gott ihm gnädig ist, in gutem Kriege vor demFeinde fallen. Aber er selbst sagte es mir und ermahnte mich —man darf nur unter seinem Volke fechten. Er hat nur Kameraden,dann Lehrer gekannt, ein Freund, ein Bruder ist ihm nicht gewor-den; er bedarf der Freundschaft. Wir hatten uns einmal gesehen,er hat mich von hier in das Bad zu Nenndorf zu sich berufen undhat mich umarmt mit seltenem Feuer. Wir sind Freunde worden.Ich wollte, Du kenntest die Dichtungen dieses fleißigen Sängers,dessen Lyra uns so sehr ergötzt; Du würdest Dich mehr freuen derKunde, die ich Dir gebe.

Ich habe bis jetzt trag nur Schlaf und Gähnen wechseln lassen;nun aber habe ich mich, von Pellegrin heftig gespornt, zu dichtenentschlossen. Ich befinde mich aber gar schlecht bei Tinte.

Unfall auf Unfall trifft den gar nicht herauskommcnden Grü-nen, geschweige daß ein vierter zu Stande kommen sollte.

Du aber, Adelph, schreibest nicht; warum schreibst Du nicht,Bruderherz, bist Du krank, todt, Soldat? die Briefe gehen doch, ichbegreife das alles nicht. Schreibe doch, des Jahres einmal doch.

Ad elb ert.