165
zu schaffen. Sollte auch für die Zukunft das alte Umsonst wieder-kehren, will sich denn keine edle Seele aufopfern! Reimer solltedoch es thun, — könnte wohl Pellegrin helfen? — Hatte ich ge-wußt, daß es so kommen würde, hätte ich ihn um einen Verlegergebeten. — Gebt mir auch ein Gutachten darüber, wenn er mirschreibt, werde ich ihm antworten. Lebt wohl, Kinder. —
Adelbert.
r. r. 7r.«.
^ proxos. Ich habe seit acht Tagen nur Ein Bein, meinTisch ist doch noch besser dran, er hat drei. Aber glücklich zu prei-sen die fünffüßigen Hexameter, die ich gestern im Schwünge machte!— Ich kann wohl noch an vierzehn Tage die Stube hüten.
Sage mir doch, Wilhelm, erbest Du oder nicht. Denn —Geld! — ach Geld! ja Geld! ist doch das schönste Lied vor denMenschenkindern. — Was machen die vierhundert?
Ich habe auch ein paar Worte an Neander geschrieben, aberohne Ruhe und schlecht, — ich kann ja selbst keine Briefe schreiben.
57 .
An de la Foye.
Hameln den 23. August 1806.
Die Zeitungen, lieber Adelph, werden Dir die Stimmung mei-ner Seele, mein Wohl und Wehe bereits angegeben haben, undmein inneres Leben. Ja wohl, das ist grausam, wem aber seinganzes Leben sich aus solchen Trug-Lockungen und verhöhnten Hoff-nungen flocht, dem ist auch die Resignation geworden, und magimmer das Aeußere schwanken, er sieht ihm unbewegt zu, — ichhabe mich angebaut in meinem Lande, der ewig steten Welt derWahrheit, der Ideen, der Dichtung. Verblaßt ist vor meinemBlicke die sogenannte Wirklichkeit mit ihren wechselnden Zufälligkei-