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der Marsch, ich wahrhaft träumend auf meinen sechs Füßen, bis ichschlafend fortträumen könne auf meiner Streue, und träumend immermit Euch die bizarresten Romane inkohärenterweise flechtend. —Wann es regnete, wär' ich oft gern hinaus gegangen, aus reiner Lust,meine Kittern Thränen in den Regen zu weinen. Wann die Sonneschien, hatt' ich sie oft angelacht. Uebrigens müßt ihr wissen, daßich in jeglicher Stellung und in jeglichem Orte mich von selbst soanfühle, als wär' ich da so gewachsen; es ändert, ohne daß ich'sweiß oder thue, ich bin das passivste Thier von der Welt, — nurmein Bendel*) kann mich manchmal ins Bockshorn jagen; L xroposvon meinen Leuren, mein armes, armes Vieh, mein Figaro **) ist inBrandenburg von mir gekommen.
Der Magdeburger Dom ist ein schönes, heiliges, hohes, gothi-sches Gebäude.
Der Brocken, — wir sind zwei Tage um seinen Fuß gezogen,immer im Gewölk er sich gehüllt haltend, auf daß es unendlicheSchneen auf ihn schüttle, — seinen Gipfel nur gesehen, wann das Ge-wölk auf seinen Flanken ruhte. Herrlich war es wohl, wie wir ausdem dichtesten Schneegestöber und dem Harze traten und hinter unsdie verdunkelte Berges- und Wolkenmasse ließen, zu treten in denerfreulichen Strahl der hoch über das Gebirg am heitern Himmelrollenden alten Sonne.
Mein Historiograph und Bibliothekar Heimann wird Euch vonmeinem Scheiden aus Berlin erzählt haben; was ich hinzuzusetzcnhabe, ist: daß nicht das Scheiden zugleich von der Familie und demVaterlande an so vielen Fäden meines Herzens gerissen hat, als die-ses Scheiden. — Ich vergesse Euch nie, nie, die Ihr mir also Freund-schaft und Theilnahme erwiesen habet, nein, bei der leuchtendenSonne, ich vergesse Euch nie! — Und ich Frevler wußte nicht zuenden, wenn ich Berlin eine Oede schalt, und eine Sandbank, einKartofflophager-Ncst u. s. w.
Deinen lieben Brief, mein lieber, armer, guter Bruder Neumann,
*) Der Bursche.
**) Der Pudel.