so
deutscher Poesie zurück, in der er Trost und Beruhigung fand, undschrieb in der ersten Hälfte dieses Jahres außer mehreren Liedernund Elegien den Faust, der die Veranlassung zu seiner Verbindungmit K. A. Varnhagen von Ense wurde, der sich damals gleich ihmim Dichten versuchte und zufällig in Charlottenbnrg mit ihm zu-sammentras. „Mit Staunen und Bewunderung", erzählt dieser inseinen Denkwürdigkeiten (2. S, 30), „hörte ich,-was er daraus (ausdem Faust) in seiner zerquetschenden Aussprache, in einer Thür ste-hend und den Durchgang hemmend, mir aus dem Gedächtnisse her-sagte. Seiner Poesie wurde ich sogleich ein rühmender Verbreiterund alsbald des Dichters, der sich als der bravste Kerl von der Weltzu erkennen gab, vertrauter Herzensbruder. Die deutsche Bildungund Sprache waren der Gegenstand seiner tiefsten Verehrung undSehnsucht und unsere Bestrebungen in diesem Gebiete arbeiteten seit-dem im förderlichsten Verein. War aber sein Geist durchaus demDeutschen zugcwandt, so hatte doch in seinem Herzen eine schöneLandsmännin den Vorzug behalten, welche durch Schicksale nachBerlin verschlagen war; sie vereinte mit tiefer Schönheit eine seltneBildung, wie sie denn englisch und italienisch vollkommen sprachund eben so den Shakespeare und Lasso wie ihren Racine las. IhreAuszeichnung und Lage deutete auf höhere, doch unglückliche Ver-wickelungen, deren Geheimniß aber, aller Forschungen ungeachtet,stets bewahrt geblieben."
Ceres Duvernay, so hieß die von Varnhagen erwähnte Lands-männin, eine vierundzwanzigjährige Wittwe, hatte in dem Hause des
meinem drctundzwanzigsten Jahre, habe schon mir wichtige Augenblicke erlebtbin ein Mann, bin ein Mann geworden und habe mir nicht die Spuren desWcgcS gezeichnet aufbcwahrt, auf dem ich cs ward. Zn diesen Blätter» stell' ichmir eine späte Erinnerungstafel auf, hole aber das Versäumte nicht ein." Wahr-scheinlich war ihm damals der Antrag gemacht worden, einen vornehmen Russenauf Reisen zu begleiten! er schlug ihn auf Hippolyt's Rath aus, der übrigensseine Lust zum Riesen nicht tadelt; nur möge er eine günstigere Gelegenheit ab-wartcn und seine Karriere nur mit einer solchen vertauschen, die ihm genügendeSicherheit biete. Auch eine Stelle als Erzieher gedachte er später anzunchmen.Vgl. auch Br. 4l.