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Schon es geben zum Fluge
Hoffnung und Glaube die Flügel dir.
Chor.
Schon es geben zum Fluge
Hoffnung und Glaube die Flügel dir.
Bei aller Unvollkommenheit bleibt das eigenhändige, nach Cha-misso's Art sauber geschriebene, ziemlich umfangreiche Heft der Tra-gödie ein ehrenwerthes Zeugniß des Fleißes des jungen Kriegs-mannes.
Aber so eifrig er auch schon damals sich mit deutscher Spracheund Literatur beschäftigte, so groß seine, oft von den Genügen ge-tadelte und beklagte Vorliebe für deutsches Leben und deutsche Bil-dung und Sitte war*), so war er doch weit entfernt, Deutschlandschon als sein Vaterland zu betrachten. Seit der Rückkehr der Gel-ingen nach Frankreich fühlte er sich einsam und verlassen und dieTrennung von ihnen nennt er uns Separation pent-etrs etsrnelleäe tont os aut m'attaolmit L l'existsnüe**). Nur der Wunsch der
") Bezeichnend ist eine der beiden deutsch geschriebenen Stellen, welche in denzahlreichen französischen Briefen an seine Brüder sich finden, vom Juli 18VV;sic mag zugleich als Probe der ersten Versuche Chamisso's im deutschen Aus-druck dienen: „Das liebliche Geschwätz eurer vielgeliebte (der Schwester, welchekurz vorher mit einer befreundeten Familie Berlin verlassen' hatte) würdig zuersetzen, bin ich heut nichts weniger als liebreich gesinnt, daher, damit es we-niger absteche, diese euch fremde Mundart — je weniger werdet ihr verstehen, jekostbarer wird euch das wenige werden, und je schöner das ganze — nun, wasnoch mehr ? — Ach, ja, da ich von den besonderen -Vorzügen dieses meines Ein-falls erwähne, werd' ich doch nicht das vergessen, daß er euch mit der Spracheeurer künftigen Schwägerin bekannt machen soll, denn ihr wißt eS, daß ich het-rathen will, und daß es dann hier geschehen soll, erhellt aus dem Grunde derSache — vn ln airövrn vst nttnclröe, il kaut gn'iüla Vrvntv. Ferner könnt' ichWohl noch zusetzen, daß ich den deutschen Mädchen.sehr gut, recht sehr gut binund sie weit euren Schwercnothsfranzöstnncn verziehe. Deutsche Weiber, deut-sche ehrliche Weiber, wie es deren noch giebt, schätze ich höher, als alle jene Zier-puppen" re.
**) AuS dieser Zeit findet sich eine Elegie „das Lied von der Erinnerung",